Hoch Olaf lässt Deutschland schwitzen: Erneut 40 Grad möglich – Meteorologen warnen vor Gluthitze
Die nächste Hitzewelle rollt auf Deutschland zu! Hoch Olaf bringt heiße Luft aus dem Süden und lässt die Temperaturen auf bis zu 40 Grad steigen. Experten warnen besonders vor tropischen Nächten und gefährlicher Belastung für den Kreislauf.
Von news.de-Redakteurin Anika Bube - Uhr
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- Hoch Olaf bringt extreme Hitze nach Deutschland – bis zu 40 Grad sind möglich
- Meteorologen warnen vor tropischen Nächten
- Ab Freitag steigt zusätzlich die Gefahr heftiger Gewitter, Sturzfluten und Waldbrände
Noch zeigt sich der Sommer von seiner gemäßigten Seite mit wechselnder Bewölkung und vereinzelten Schauern. Doch dann übernimmt Hoch Olaf das Kommando. Von Südwesten schiebt sich eine Welle glühend heißer Luft über das Land. Droht erneut 40-Grad-Hitze?
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"Ein mächtiges Blockadehoch baut sich über Mitteleuropa auf. Das saugt glühend heiße Luft aus Südwesten heran – dieselbe Hitzeglocke, die aktuell über Spanien und Frankreich steht", erklärt Meteorologe Dominik Jung gegenüber der "Bild". Die kommende Nacht bietet dabei die letzte Gelegenheit, Wohnungen ordentlich herunterzukühlen. DWD-Meteorologin Jacqueline Kernn bezeichnete sie als "angenehm kühl" – mit Tiefstwerten zwischen 8 und 15 Grad. Danach wird das Lüften zunehmend zur Herausforderung.
Temperatur-Turbo ab Dienstag: Nächste Hitzewelle rollt über Deutschland
Bereits am Dienstag (28.07.2026) macht sich der Umschwung bemerkbar: Während der Norden mit 20 bis 27 Grad noch vergleichsweise glimpflich davonkommt, klettern die Werte im übrigen Land auf 26 bis 31 Grad. Am Oberrhein sind laut DWD schon 33 Grad drin. Am Mittwoch (29.07.2026) erfasst die Hitze dann praktisch das gesamte Land. "Höchstwerte unter 30 Grad gibt es nur noch unmittelbar an den Küsten", erklärte DWD-Meteorologin Kernn. In weiten Teilen Deutschlands werden 30 bis 36 Grad erwartet, entlang des Mittel- und Oberrheins sowie im Rhein-Main- und Rhein-Neckar-Raum sogar bis zu 38 Grad. Im Südwesten könnten nach Einschätzung von Klimatologe Dr. Karsten Brandt bereits 39 bis 40 Grad erreicht werden. Der schwache Wind aus südlichen bis südwestlichen Richtungen sorgt dabei für keinerlei Erfrischung.
Donnerstag kratzt an der 40-Grad-Marke
Der Donnerstag (30.07.2026) dürfte den vorläufigen Höhepunkt der Hitzewelle markieren. Nach der DWD-Vorhersage steigen die Temperaturen abseits der Küsten auf 32 bis 39 Grad, in Franken werden bis zu 39 Grad erwartet. Im Südwesten sind sogar 40 Grad möglich. Selbst an der See bleibt es mit 26 bis 31 Grad ungewöhnlich warm. Klimatologe Dr. Karsten Brandt geht laut "Bild" noch weiter: "Im Süden und Südwesten können die Temperaturen am Mittwoch und Donnerstag bereits das erste Mal auf 40 bis 42 Grad klettern." Einzelne Wettermodelle deuten für das darauffolgende Wochenende sogar noch extremere Szenarien an – die Mehrheit der Berechnungen bewegt sich allerdings im Bereich von 37 bis 40 Grad in der Spitze. Bereits am Donnerstagnachmittag türmen sich zudem Quellwolken auf, aus denen im Nordwesten erste Gewitter entstehen können.
Tropennächte: Wenn die Nacht keine Erholung mehr bringt
Mindestens ebenso belastend wie die Tageshitze sind die steigenden Nachttemperaturen. Schon in der Nacht zum Donnerstag fallen die Werte in westdeutschen und südwestdeutschen Ballungszentren laut DWD nur noch auf rund 22 Grad. Außerhalb der Städte liegen die Tiefstwerte bei 16 bis 20 Grad – in manchen Tallagen immerhin noch bei 13 bis 14 Grad. In den Nächten darauf verschärft sich die Situation weiter: Die Temperaturen sinken kaum noch unter 17 bis 23 Grad. "Durchlüften und Auskühlen der Innenräume auf natürlichem Wege sind deutlich reduziert. Damit steigt die Wärmebelastung", warnte DWD-Expertin Kernn. Meteorologe Jung sieht genau darin die größte Gefahr: "Die tropischen Nächte sind das eigentliche Problem." Besonders der Kreislauf von älteren Menschen, Kleinkindern und Haustieren leide nachts am stärksten.
Heftige Gewitter treffen auf ausgetrocknete Böden – Meteorologen warnen vor Sturzfluten
Doch die Hitze bringt noch eine zweite Gefahr mit sich. Der DWD spricht in seiner 10-Tage-Vorhersage von einem "signifikant ansteigenden Gewitterrisiko" ab Freitag. Vom Südwesten bis in den Nordosten rechnen die Meteorologen mit örtlich kräftigen Gewittern, die sich am Samstag besonders in der zweiten Tageshälfte verstärken dürften. Wie lange die extreme Hitze anhält, bleibt dabei unsicher. Meteorologe Jung erklärt das Szenario: "Das entscheidet ein Tief zwischen Island, England und Skandinavien. Trödelt es, brennt die Hitze bis in die erste Augustwoche durch." Im Süden müsse man sich in jedem Fall auf eine längere und intensive Hitzephase einstellen, während der Norden ab dem Wochenende eher kühlere Luft abbekommen könnte. Jung warnt zudem vor den Folgen der Gewitter: "Auf den ausgedörrten Böden bedeutet das Sturzflut- und Blitzgefahr – und die Waldbrandgefahr bleibt bis dahin auf Alarmstufe."
So kommen Sie durch die Glut-Tage
Die wichtigste Maßnahme steht unmittelbar bevor: Nutzen Sie die heutige Nacht als letzte Chance, um Wohnräume gründlich durchzulüften. Ab Dienstag funktioniert das kaum noch. Meteorologe Jung rät zu einer klaren Strategie: "Spätabends und frühmorgens lüften, tagsüber Rollläden runter." Körperliche Anstrengungen sollten in die frühen Morgenstunden verlegt, die Mittagshitze konsequent gemieden werden. Ausreichend Flüssigkeit ist selbstverständlich Pflicht. Besondere Aufmerksamkeit verdienen Risikogruppen: Ältere Menschen, Kleinkinder und Haustiere sollten nicht aus den Augen gelassen werden – gerade nachts belastet die fehlende Abkühlung deren Kreislauf am stärksten. Angesichts der Trockenheit gilt zudem höchste Vorsicht vor Bränden. Jung mahnt eindringlich: "Kein offenes Feuer machen, keine Zigarettenkippe in die Natur werfen: Wald und Feld sind pulvertrocken!"
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bua/news.de/dpa/ife
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