Starship-Start geplatzt: Triebwerke versagen – Riesen-Rakete muss Testflug abbrechen
Mit seiner Riesenrakete will Elon Musk zum Mars. Zwölf Tests gab es bereits, mit unterschiedlichen Ergebnissen. Ein weiterer konnte nun nicht wie geplant stattfinden. Was ging schief?
Erstellt von Anika Bube - Uhr
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- Der Testflug der SpaceX-Rakete Starship wurde kurz vor dem Start wegen Problemen mit mehreren Triebwerken abgebrochen
- Elon Musk zeigt sich trotz des Rückschlags optimistisch und plant einen neuen Startversuch innerhalb weniger Tage
- Das Starship gilt als Schlüsselprojekt für künftige Mond- und Marsmissionen von SpaceX und der Nasa
Der geplante Testflug des Starship musste kurz vor dem Abheben abgebrochen werden. Bei der größten jemals konstruierten Rakete versagten mehrere Triebwerke beim Zündvorgang, wodurch das System den Start automatisch stoppte.
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"Einige der Triebwerke haben nicht gezündet, was einen automatischen Abbruch des Starts ausgelöst hat", teilte SpaceX-Gründer Elon Musk auf seiner Plattform X mit. Der Tech-Unternehmer zeigte sich dennoch optimistisch und kündigte an, dass ein erneuter Startversuch voraussichtlich innerhalb weniger Tage erfolgen werde. Es wäre der dreizehnte Testflug des gewaltigen Raketensystems gewesen, das SpaceX für künftige Mond- und Marsmissionen entwickelt.
SpaceX-Rakete Starship: Koloss überragt sogar die Freiheitsstatue
Das Starship gilt als das gewaltigste Raketensystem, das je gebaut wurde. Mit seiner Gesamthöhe übertrifft es sogar das berühmte New Yorker Wahrzeichen. Die Konstruktion setzt sich aus zwei separaten Komponenten zusammen, die sich nach dem Abheben voneinander lösen.
Der untere Teil, genannt Super Heavy, fungiert als Antriebsstufe und misst etwa 70 Meter. Darüber befindet sich die eigentliche Raumkapsel mit einer Länge von rund 50 Metern, die ebenfalls den Namen Starship trägt. Beide Elemente wurden von SpaceX so konzipiert, dass sie nach ihrer Rückkehr zur Erde erneut eingesetzt werden können.
Von der Explosion zum kontrollierten Flug
Die Entwicklung des Starship war von Rückschlägen geprägt. Beim allerersten Test im April 2023 ging die Rakete bereits nach wenigen Minuten in Flammen auf. Seitdem hat SpaceX erhebliche Fortschritte erzielt. Im Mai dieses Jahres absolvierte das Raketensystem seinen zwölften Testflug. Dabei kam erstmals die dritte Generation des Starship zum Einsatz, die laut Unternehmen grundlegend überarbeitet wurde – sowohl beim Design als auch bei der Leistungsfähigkeit. Obwohl auch damals einzelne Triebwerke ausfielen, verlief der Test größtenteils wie geplant. Die obere Stufe erreichte bei früheren Versuchen bereits den Weltraumrand und landete kontrolliert im Indischen Ozean.
Die Nasa setzt große Hoffnungen in das Starship. Die US-Raumfahrtbehörde plant, mit dem Raketensystem Astronauten zum Erdtrabanten zu befördern. SpaceX selbst hat noch ambitioniertere Visionen für die Zukunft.
Das Unternehmen von Elon Musk strebt an, mit dem Starship eines Tages Menschen zum Mars zu transportieren. Die Wiederverwendbarkeit beider Raketenstufen spielt dabei eine zentrale Rolle, um die Kosten für interplanetare Reisen drastisch zu senken. Trotz der aktuellen Rückschläge bei den Testflügen hält SpaceX an diesem langfristigen Ziel fest.
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bua/bos/news.de/dpa/stg
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