Geiselnahme in Berlin: Täter nach fast 12-Stunden-Martyrium festgenommen - was man bisher weiß
Im Süden Berlins ist die Polizei im Großeinsatz. Ein Mann hielt eine Frau als Geisel. Nun konnten die Polizisten den Mann nach fast 12 Stunden festnehmen. Die Beamten griffen schließlich mit einem Taser ein.
Erstellt von Sabrina Böhme - Uhr
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- Geiselnahme in einem Berliner Supermarkt
- Mann hält Frau als Geisel
- SEK im Einsatz
- Tathintergrund bislang unklar
Eine Geiselnahme in einem Supermarkt in Berlin-Marienfelde alarmierte die Polizei. Ein Mann habe kurz nach 22 Uhr eine Frau in seine Gewalt gebracht und sie bedroht, teilte die Polizei mit. Die Geiselnahme wurde am Samstagvormittag beendet. "Der Täter ist überwältigt und die Geisel befreit", sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur.
Der Nervenkrieg dauert mehr als elf Stunden - dann erfolgt der Zugriff, nachdem der Geiselnehmer nicht durch Gespräche zum Aufgeben bewegt werden konnte.
Geiselnahme in Berliner Supermarkt - Hintergründe zur Tat unklar
Die Hintergründe der Tat seien noch nicht bekannt. Nach ersten Erkenntnissen sollen der mutmaßliche Geiselnehmer und die Geisel vor der Tat in keiner Beziehung zueinander gestanden haben. Der Mann habe verschiedene Forderungen gestellt, hieß es von der Polizei. "Das waren Impulsforderungen, die sich im schwer nachvollziehbaren Bereich abgespielt haben", heißt es gegenüber den Medien.
"Die Frau ist wahrscheinlich durch ein Martyrium gegangen", erklärte Polizeisprecher Florian Nath. Sie blieb nach Angaben der Staatsanwaltschaft nahezu unverletzt. "Glücklicherweise ist hier niemand größer zu Schaden gekommen. Es gibt keine schwereren Verletzungen, die laut aktuellem Stand zu beklagen wären", ergänzte der Polizeisprecher.
Mutmaßlicher Täter im Krankenhaus
Auch der mutmaßliche 29-jährige Geiselnehmer kam ins Krankenhaus. Er wurde nach Polizeiangaben bei dem Zugriff leicht verletzt. Schusswaffen kamen dabei nicht zum Einsatz, wie Nath sagte. Es sei ein sogenannter Taser eingesetzt worden. Solche Geräte sollen Menschen durch elektrische Impulse kurzzeitig bewegungsunfähig machen.
Supermarkt großräumig abgesperrt
Der Supermarkt ist immer noch großräumig abgesperrt, wie ein Reporter vor Ort berichtete. Das Spezialeinsatzkommando (SEK) ist vor dem Gebäude positioniert. Zahlreiche Polizeifahrzeuge, Rettungswagen und die Feuerwehr sind vor Ort. Am frühen Morgen stellten die Beamten eine Leiter ans Gebäude und verschafften sich einen Blick in den Markt, wie ein dpa-Reporter beobachtete.
Der Supermarkt befindet sich in der Hildburghauser Straße. Marienfelde liegt im Bezirk Tempelhof-Schöneberg am südlichen Rand Berlins.
Markt-Sprecher äußert sich zur Geiselnahme in Berlin
Ein Pressesprecher von Rewe sagte, man sei "von den Ereignissen in einem unserer Märkte in Berlin bestürzt". Das Mitgefühl gelte den betroffenen Mitarbeitern und Kunden. Zu der Mitarbeiterin wollte der Konzern keine weiteren Angaben machen. "Aus Rücksicht auf die betroffenen Personen können wir derzeit keine weiteren Angaben machen", hieß es vom Sprecher.
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bos/news.de/dpa
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