Berlin: Eichenprozessionsspinner: Senat will Bezirke unterstützen
Raupen-Alarm in Berlin: Parks sind gesperrt, Nester werden abgesaugt. Zuständig sind die Bezirke. Nun reagiert der Senat auf die Bitte um Hilfe.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Ziel des Termins sei es, die bisherigen Erfahrungen der Bezirke auszuwerten und besonders bewährte Vorgehensweisen zu identifizieren. Gleichzeitig sollen Fragen der Gesundheitsvorsorge und des Gesundheitsschutzes erörtert werden. "Darüber hinaus wollen wir gemeinsam mögliche Maßnahmen für ein abgestimmtes und wirksames Vorgehen erarbeiten."
Bekämpfung zentral organisieren
Die eigentlich zuständigen Bezirke hatten den Senat um Unterstützung bei der Bekämpfung der haarigen Raupen und ihrer Nester gebeten. "Der Eichenprozessionsspinner ist längst kein lokales Problem einzelner Straßen oder Parks mehr. Die Population breitet sich bezirksübergreifend aus", hieß es in einem Brief an den Senat. Die Bekämpfung der Plage müsse zentral koordiniert werden.
Zudem forderten die Bezirke, dass der Eichenprozessionsspinner nicht wie bisher überwiegend als Pflanzenschutzthema, sondern als Gesundheitsproblem bewertet wird. Damit wäre eine andere finanzielle Unterstützung möglich. Einzelne Bezirke rechnen für 2026 mit Kosten von mehr als 500.000 Euro für Maßnahmen.
Nester werden abgesaugt
Besonders stark befallen sind nach Angaben der Bezirke Parks wie die Hasenheide in Neukölln, der Volkspark Wuhlheide, Siemensstadt in Spandau, der Schlosspark Schönhausen in Pankow und der Volkspark Jungfernheide in Charlottenburg. In mehreren Bezirken werden die Raupen und Nester abgesaugt, besonders an Bushaltestellen oder Spielplätzen. In Berlin-Mitte wurden drei Sportanlagen vorsorglich gesperrt.
Der Eichenprozessionsspinner ist ein graubrauner Nachtfalter mit einer Flügelspannweite von 25 bis 30 Millimetern. Die winzigen Brennhaare der Raupen des Falters können schwere allergische Reaktionen, Hautreizungen und Atembeschwerden auslösen. Häufig nimmt die Empfindlichkeit mit der Zahl einzelner Kontakte zu. Das Umweltbundesamt empfiehlt, betroffene Gebiete mit befallenen Bäumen so weit wie möglich zu meiden.
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