Wiesbaden: Sexualisierte Deepfakes: Gefahr auch für Nicht-Prominente
Neue Software mache es auch für Laien einfach, täuschend echte Bilder zu erstellen, warnt das Ministerium.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Sexualisierte Deepfakes sind nach Angaben des hessischen Innenministeriums eine Form der bildbasierten sexuellen Gewalt, die zumeist darauf abzielt, Frauen zu demütigen, diskreditieren und sexualisieren. Ursprünglich seien vor allem prominente Schauspielerinnen, Sängerinnen und andere weibliche Personen des öffentlichen Lebens von sexualisierten Deepfakes betroffen gewesen.
"Durch neue Deepfake-Software und Applikationen, mit denen entsprechendes Material ohne größeren Aufwand erstellt werden kann, werden generell auch Frauen wie Arbeitskolleginnen, Ex-Partnerinnen, Partnerinnen, Nachbarinnen und Schülerinnen Opfer sexualisierter Deepfakes." Als mögliche Tatmotive kämen Rache, Kontrolle, sexuelle Befriedigung und kommerzielle Verbreitung in Betracht.
Die Zugangsschwelle zur Erstellung von Deepfakes habe in den vergangenen Jahren deutlich abgenommen, warnte das Ministerium. Entsprechende Anwendungen seien heute in großer Zahl verfügbar, teilweise kostenfrei nutzbar und erforderten vielfach keine vertieften technischen Kenntnisse mehr. "Gleichzeitig haben sich Qualität, Bedienbarkeit und Verfügbarkeit entsprechender Systeme erheblich weiterentwickelt."
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