Angriff im Gerichtssaal: Angeklagter verletzt Staatsanwältin bei Urteilsverkündung

Ein Angeklagter springt im Landgericht Hanau über den Tisch und attackiert die Staatsanwältin. Später wird die Verhandlung fortgesetzt – aber unter erhöhten Sicherheitsmaßnahmen.

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Eine Staatsanwältin ist während einer Gerichtsverhandlung im hessischen Hanau von einem Angeklagten angegriffen worden. Sie habe durch die Schläge unter anderem eine Schädelprellung sowie Schürfwunden erlitten und habe medizinisch versorgt werden müssen, teilte das Landgericht Hanau mit. Zudem wurden zwei Wachtmeister leicht verletzt.

Bei der Urteilsverkündung am Mittwoch war der mit Handschellen gefesselte Angeklagte den Angaben zufolge über seinen Tisch gesprungen und hatte die Staatsanwältin auf den Kopf geschlagen. Die vier Wachtmeister im Saal griffen ein, der Angeklagte wurde in eine Zelle gebracht.

Eine Stunde später wurde die Urteilsverkündung im Beisein von Polizeibeamten fortgesetzt. Der Mann wurde dabei von der Großen Strafkammer unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Haftstrafe verurteilt, zudem wurde Sicherungsverwahrung angeordnet.

Bestürzung in Wiesbaden

Hessens Justizminister Christian Heinz (CDU) und Generalstaatsanwalt Torsten Kunze äußerten sich bestürzt über den Vorfall. "Eines muss klar sein: Wer Justizmitarbeiter angreift, greift den Rechtsstaat an", erklärte Heinz in Wiesbaden. Es dürfe nie vergessen werden, dass hinter jeder Robe und Uniform nicht bloß ein Justizbediensteter, sondern in erster Linie ein Mensch stehe, so Kunze.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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