Erpressungsfall: Vergiftete Babynahrung: Dosis laut Gutachten nicht tödlich

Rattengift im Hipp-Glas: Nun liegt eine Risiko-Analyse der Dosis vor. Auch bei dem Verdächtigen wurde Rattengift gefunden - doch der bestreitet bislang, etwas mit dem Erpressungsfall zu tun zu haben.

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Das in einem Babykost-Gläschen gefundene Rattengift war keine tödliche Dosis, hätte aber zu leichten Blutungen bei Kindern führen können. Das geht aus einem toxikologischen Gutachten hervor, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Eisenstadt in Österreich der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur APA berichtet.

Das Untersuchungsergebnis bezieht sich nur auf das Gläschen des deutschen Herstellers Hipp, das bei Eisenstadt sichergestellt worden war, wie die Sprecherin betonte. Im Zuge der Ermittlungen in dem Erpressungsfall war auch Hipp-Babynahrung mit Rattengift in Tschechien und der Slowakei aufgetaucht. Das Hipp-Sortiment in Deutschland war nicht betroffen.

Verminderung der Blutgerinnung

Das in Österreich gefundene "Gemüsegläschen Karotte mit Kartoffel" enthielt 15 Mikrogramm Rattengift. Diese Menge könnte zur Verminderung der Blutgerinnung führen, und mild verlaufende Blutungen könnten auftreten, sagte die Sprecherin. Eine Lebensgefahr lasse sich aus dem Gutachten nicht ableiten. Die toxikologische Analyse wurde unter der Annahme erstellt, dass ein acht Monate altes Kind den Brei isst.

Ein 39-jähriger Ex-Mitarbeiter von Hipp sitzt in Eisenstadt in Untersuchungshaft. Er soll mehrere Gläschen des Herstellers mit Rattengift verseucht und die Firma erpresst haben. In der Wohnung des Verdächtigen ist nach Angaben seines Anwaltes und der Staatsanwaltschaft Rattengift gefunden worden. Der Anwalt sagte jedoch gegenüber österreichischen Medien, dass der Verdächtige das Gift für die Landwirtschaft brauche, die er betreibe. Der Jurist bestreitet, dass der 39-Jährige etwas mit dem Erpresserschreiben an seinen ehemaligen Arbeitgeber und mit den Gift-Gläschen zu tun habe.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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