Prozess (Gericht): "Mache Rückführung" - Zeugin schildert Gespräch mit Block

Im Block-Prozess hat die Befragung der Hauptermittlerin der Hamburger Polizei begonnen. Einen Satz fand die Polizistin nach der Tat so wichtig, dass sie ihn direkt in ihr Merkbuch schrieb.

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Eine Polizeiabsperrung vor einem Streifenwagen (Symbolbild). (Foto) Suche
Eine Polizeiabsperrung vor einem Streifenwagen (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / DABLJU (Symbolbild)

Im Block-Prozess hat die Hauptermittlungsführerin der Hamburger Polizei ihr erstes Gespräch mit der Mutter geschildert. "Ich mache eine Rückführung, er macht eine Entführung" - diesen Satz habe Christina Block am 3. Januar 2024 gesagt, nachdem die Polizei an ihrem Hamburger Wohnhaus geklingelt habe, sagte die Polizistin als Zeugin im Gerichtssaal. Sie habe diesen Satz so wichtig gefunden, dass sie ihn unmittelbar nach Verlassen des Hauses in ihr Merkbuch geschrieben habe.

Die Hamburger Unternehmerin Christina Block ist angeklagt, eine israelische Sicherheitsfirma damit beauftragt zu haben, ihren damals zehnjährigen Sohn und die 13 Jahre alte Tochter vom Wohnort ihres Ex-Manns nach Deutschland zu entführen. Vorausgegangen war ein langer Sorgerechtsstreit, nachdem der Vater die Kinder nach einem Wochenendbesuch im August 2021 nicht wie vereinbart zur Mutter zurückgebracht hatte.

Die Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette "Block House", Eugen Block, bestreitet die Anklagevorwürfe. In dem Prozess gibt es sechs Mitangeklagte. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen sieben weitere Beschuldigte.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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