Hamburg: Behörde: Erster Wolfsangriff in Deutschland seit Ansiedlung

Ein Wolf hat in Hamburg eine Frau gebissen – nach Angaben der Behörden ein bislang einmaliger Fall seit der Wiederansiedlung der Tiere vor fast 30 Jahren. Die Hintergründe sind noch unklar.

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Das Wasserschloss in der Hamburger Speicherstadt. Aktuelle Nachrichten aus und über Hamburg hier auf news.de. (Foto) Suche
Das Wasserschloss in der Hamburger Speicherstadt. Aktuelle Nachrichten aus und über Hamburg hier auf news.de. Bild: Adobe Stock / NilsZ

In Deutschland ist Behördenangaben zufolge erstmals ein Mensch von einem Wolf angegriffen worden, seit sich dieser wieder in Deutschland ausgebreitet hat. "Es gab noch keinen solchen Fall seit der Wiederansiedlung seit 1998", sagte eine Sprecherin des Bundesamts für Naturschutz der Deutschen Presse-Agentur, nachdem mutmaßlich ein Wolf in Hamburg eine Frau gebissen hatte.

Der Angriff des später eingefangenen Tieres hat laut den Behörden in Hamburg-Altona in der Nähe eines Ikea-Marktes stattgefunden. Wie es zu dem Vorfall kam, sei noch nicht abschließend geklärt, sagte ein Sprecher der Umweltbehörde.

Das Tier - nach Angaben der Behörden ein Wolf - war am späten Abend in der Hamburger Innenstadt eingefangen worden: Am Anleger an der Binnenalster zog die Polizei das Tier mit einer Schlinge aus dem Wasser, wie ein Sprecher des Lagezentrums am Abend schilderte.

Mittlerweile viele Wölfe in Deutschland

Der Wolfs-Experte der Deutschen Wildtierstiftung, Klaus Hackländer, hält es nach den derzeitigen Informationen für realistisch, dass es sich bei dem Tier tatsächlich um einen Wolf handelte. "Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Wolf in eine Siedlung oder sogar in eine Stadt geht, ist groß aufgrund der hohen Anzahl an Wölfen, die wir mittlerweile haben."

Rund 150 Jahre lang galt der Wolf in Deutschland als ausgerottet. Erst nach dem Mauerfall kamen mehrere Tiere über Polen nach Deutschland zurück. Heute streifen Wölfe durch die Wälder zahlreicher Bundesländer.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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