Winter-Rückkehr im März: Temperatursturz kündigt sich an - hier drohen Graupel und sogar Schnee
Deutschland genoss Anfang März fast schon Frühlingswetter, doch jetzt kippt die Lage. Tiefdruckgebiete bringen Regen, Gewitter und deutlich kühlere Luft. Am Wochenende drohen sogar Frostnächte und Schnee.
Von news.de Redakteurin Anika Bube - Uhr
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- Frühlingsstart im März: Anfang des Monats lagen die Temperaturen deutlich über dem Durchschnitt.
- Wetterumschwung ab Mittwoch: Tiefdruckgebiete bringen Regen, Gewitter und wechselhaftes Wetter.
- Temperatursturz am Wochenende: Nur noch 7 bis 11 Grad, in den Bergen fällt sogar Schnee.
Der März begann in Deutschland ungewöhnlich mild. Vielerorts fühlte sich das Wetter eher nach Ende April oder sogar Mai an. Temperaturen deutlich über dem jahreszeitlichen Durchschnitt sorgten dafür, dass erste Pflanzen austrieben und Blüten sichtbar wurden. Doch die frühlingshafte Phase endet jetzt abrupt. Das stabile Hochdruckwetter verliert zunehmend an Einfluss, stattdessen übernehmen Tiefdruckgebiete die Kontrolle über das Wettergeschehen.
Regen und Gewitter statt Frühlingswonne: Ab Mittwoch wird das Wetter deutlich unbeständiger
Bereits ab Mittwoch ziehen von Westen dichte Wolken nach Deutschland. Sie bringen verbreitet Regen und sorgen für deutlich wechselhaftere Bedingungen. Auch erste Frühlingsgewitter sind möglich. Gleichzeitig strömt aus dem Norden kühlere Luft ins Land. Damit verabschiedet sich die milde Phase der vergangenen Tage. Zum Wochenende stellt sich eine ausgeprägte Tiefdrucklage ein, die deutlich niedrigere Temperaturen mit sich bringt.
Temperatursturz am Samstag: Hier ist Schnee möglich
Besonders am Samstag macht sich die Abkühlung deutlich bemerkbar. Statt frühlingshafter Wärme erreichen die Temperaturen nur noch 7 bis 11 Grad. Vor allem im Süden und Südosten Deutschlands fällt längere Zeit Regen. In den Hochlagen der Berge kann der Niederschlag sogar als Schnee herunterkommen. Im restlichen Land bleibt das Wetter wechselhaft mit Schauern, vereinzelt Graupel und gelegentlichen Gewittern. Dazu weht ein mäßiger bis böiger Wind aus westlicher Richtung.
Frostige Nächte und Glättegefahr im Bergland
In den Nächten wird es zusätzlich empfindlich kalt. Laut Prognose des Deutscher Wetterdienst sinken die Temperaturen in der Nacht zum Sonntag auf plus 3 bis minus 2 Grad. Besonders im Bergland sind Schneeschauer möglich. Dort müssen Autofahrer teilweise mit Glätte rechnen. Auch der Süden Deutschlands bleibt von Frost nicht verschont: Bereits in der Nacht zum Freitag können die Temperaturen örtlich auf minus 2 Grad fallen.
Märzkälte ist typisch – kein dauerhafter Wintereinbruch
Meteorologisch gesehen ist der Kälterückfall allerdings nichts Ungewöhnliches. Der März gilt als klassischer Übergangsmonat zwischen Winter und Frühling mit häufigen Temperaturschwankungen. Nach aktuellem Stand handelt es sich um eine vorübergehende Abkühlung, ein dauerhafter Spätwinter zeichnet sich derzeit nicht ab. Allerdings zeigen einige Wettermodelle interessante Szenarien: Das amerikanische Global Forecast System simulierte zuletzt für die zweite Monatshälfte sogar eine dünne Schneedecke in einigen Mittelgebirgen. Ob es tatsächlich noch einmal weiß wird oder der Frühling bald zurückkehrt, bleibt offen.
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