Prostitution: Razzia gegen Zwangsprostitution in fünf Bundesländern

Mit dem Versprechen auf Arbeit gelockt, zur Prostitution gezwungen: Die Polizei ist in fünf Bundesländern gegen ein kriminelles Netzwerk vorgegangen. Das ist den Ermittlern in die Hände gefallen.

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Ein Polizeieinsatz in Bochum eskalierte. (Foto) Suche
Ein Polizeieinsatz in Bochum eskalierte. Bild: Adobe Stock / DABLJU (Symbolbild)

Im Kampf gegen illegale Prostitution haben Ermittler Wohnungen und Geschäftsräume in fünf Bundesländern durchsucht und drei Hauptverdächtige festgenommen. Den Ermittlungen zufolge wurden junge Frauen aus Vietnam mit dem Versprechen auf gut bezahlte Arbeit nach Deutschland gelockt und hier zur Prostitution gezwungen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Chemnitz informierten. Das Zentrum dieser illegalen Machenschaften soll in Halle/Saale gewesen sein und sich von dort in weitere Städte und Bundesländer erstreckt haben.

Zu den Durchsuchungen kam es am Donnerstag im Auftrag der Chemnitzer Staatsanwaltschaft. Ziel waren den Angaben nach 31 Objekte in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Niedersachen, Thüringen und Berlin. Dabei seien auch 19 Vietnamesinnen aufgegriffen worden, die offenkundig illegaler Prostitution nachgegangen seien, hieß es. Außerdem fanden die Ermittler rund 214.000 Euro sowie Dutzende Handys und 33.000 Euro Falschgeld. Die drei Festgenommenen - eine Vietnamesin, ein Vietnamese und ein Deutscher - sollen am Freitag einem Richter vorgeführt werden. Gegen sie liegen Haftbefehle vor.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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