Erschütternder Bericht: Mann glaubte nicht an den Ukraine-Krieg und reist hin - zu Tode gefoltert

Ein polnischer Staatsbürger zweifelte am Ukraine-Krieg. Er reiste schließlich selbst ins Krisengebiet, um sich ein Bild zu machen - und kam nie wieder zurück. Das tragische Schicksal von Krzysztof Galos erschüttert.

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Es gibt zahlreiche Berichte über Folter in russischer Kriegsgefangenschaft (Symbolbild). (Foto) Suche
Es gibt zahlreiche Berichte über Folter in russischer Kriegsgefangenschaft (Symbolbild). Bild: Adobe Stock/Виктория Котлярчук
  • Menschenrechtsorganisation veröffentlicht erschütternden Bericht
  • Trauriges Schicksal vonKrzysztof Galos - er glaubte nicht an den Krieg
  • In Gefangenschaft zu Tode gefoltert - Familie wartet immer noch auf Antworten
  • Russische Kriegsgefangenschaft - zahlreiche Berichte über brutale Foltermethoden

Es ist ein erschütternder Bericht, den die russische Menschenrechtsorganisation "Memorial" Anfang vergangenen Jahres veröffentlichte. Darin geht es umKrzysztof Galos, ein polnischer Staatsbürger, dem seine "Unwissenheit" zum Verhängnis wurde. Aber was genau war eigentlich geschehen?

Krzysztof Galos: Pole reist ins Krisengebiet, weil er sich selbst vom Krieg überzeugen wollte

Wie unter anderem der "Focus" berichtet, machte sich Krzysztof Galos, der aus der polnischen Stadt Krakau stammt, im April 2023 auf den Weg über die polnische Grenze in die Ukraine. Der Grund: Er sei skeptisch gegenüber dem Krieg gewesen und wollte sich selbst überzeugen, berichtet auch die polnische Zeitung "Gazeta Wyborcza". Die letzten Bilder des Mannes zeigen ihn in der Nähe des von Russland besetzten Atomkraftwerkes Saporischschja. Hier soll er von russischen Soldaten an einem Checkpoint gefangen genommen worden sein.

Tod nach russischer Gefangenschaft - er wurde zu Tode gefoltert

Der Bericht schildert den grausamen Ausgang des Geschehens. Galos kommt in das Untersuchungsgefängnis Nr. 2 in der Stadt Taganrog und wird dort mit anderen ukrainischen Kriegsgefangenen untergebracht. Wie viele andere überlebte er die Gefangenschaft nicht.

Ukraine-Krieg ein Zeugnis des Grauens - Gefangene Soldaten, misshandelt, zu Tode gefoltert

Immer wieder gibt es Berichte, welche die Grausamkeit der russischen Haft schildern. In einem UN-Bericht vom März 2024 heißt es: "Fast alle befragten ukrainischen Kriegsgefangenen berichten, dass sie in russischer Gefangenschaft gefoltert und misshandelt wurden – mit wiederholten Schlägen, Elektroschocks, Drohungen mit Hinrichtung, psychischer Gewalt und Deprivation." Auch Krzysztof Galos macht hier keine Ausnahme.

Er soll ebenfalls brutal gefoltert worden sein - unter anderem, weil er kein Russisch sprach. Die Wärter sollen ihn wegen der polnischen Unterstützung im Ukraine-Krieg besonders schwer misshandelt haben. Von Schlägen bis zur Bewusstlosigkeit sei die Rede. Noch im Juni desselben Jahres verstarb Krzysztof Galos laut Medienberichten.

Familie sucht auch heute noch nach Antworten

Besonders tragisch: Seine Familie meldete ihn zunächst in Polen vermisst. Sein Sohn Pawel meldete sich schließlich sogar bei den russischen Behörden. Doch eine Antwort blieb man ihm schuldig. Bis heute sucht er nach Antworten, die das grausame Schicksal seines Vaters erklären könnten.

Berichte wie diese zeigen die brutale Gewalt, die seit Jahren im Ukraine-Krieg zahlreiche Opfer forderten. Zudem zeigt es auch, dass die Einzelschicksale der Menschen trotz anhaltenden Krieg, Verhandlungen und fortwährenden Angriffen beider Seiten es wert sind, gehört zu werden.

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