Unwetter-Ticker aktuell: Schnee-Chaos in Deutschland - zwei Tote bei Autounfall, LKW blockieren Autobahnen

Schnee, Sturm und Eisregen: Sturmtief Elli bringt eine Wetterlage mit hohem Chaos-Potenzial. Alle aktuellen Entwicklungen hier im News-Ticker.

Von news.de Redakteurin - Uhr

Der Deutsche Wetterdienst warnt vor einer gefährlichen Wetterlage durch Sturmtief Elli. (Foto) Suche
Der Deutsche Wetterdienst warnt vor einer gefährlichen Wetterlage durch Sturmtief Elli. Bild: AdobeStock / Joachim Berninger
  • Sturmtief Elli bringt ab Freitag Schnee, Sturm und Glatteis
  • Bis zu 30 Zentimeter Neuschnee, Verwehungen bis 50 Zentimeter
  • Bahn warnt vor Ausfällen – Behörden raten: zu Hause bleiben
  • Alle aktuellen Entwicklungen im News-Ticker

Deutschland steuert auf eine hochgefährliche Wetterlage zu: Mit Sturmtief Elli droht ein gefährlicher Mix aus Schnee, Sturm und Glatteis ins Land. Meteorologen warnen vor massiven Verkehrsbehinderungen. Besonders ungemütlich wird es ab der Nacht zum Freitag, wenn das Sturmtief über die Bundesrepublik hinwegzieht. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) wird verbreitet kräftiger Schneefall erwartet. Den aktuellen Unwetter-Fahrplan finden Sie hier.

Deutscher Wetterdienst warnt vor gefährlicher Wetterlage

Ein stürmischer Ostwind verschärft die Lage zusätzlich. Durch ihn sind Schneeverwehungen möglich, die Straßen und Verkehrswege rasch unpassierbar machen können. Während der Norden und Osten mit Schnee zu kämpfen haben, zeigt sich das Wetter im Süden und Westen von einer anderen, aber nicht weniger gefährlichen Seite. Dort soll der Schnee bei stürmischem Wind aus südwestlichen Richtungen bis Freitagfrüh rasch in Regen übergehen. Örtlich besteht dabei akute Glatteisgefahr, was Autofahrer und Fußgänger zusätzlich gefährdet.

Die Deutsche Bahn (DB) stellte sich bereits auf die Wetterlage ein und kündigte Verspätungen sowie Zugausfälle im Fernverkehr an. Auch Behörden und Meteorologen schlagen Alarm. Die klare Empfehlung lautet: Wer nicht unbedingt unterwegs sein muss, sollte zu Hause bleiben und das Auto stehenlassen.

Unwetter-Alarm im Januar 2026: Alle aktuellen Entwicklungen im News-Ticker

Alle aktuellen Entwicklungen zum Wettergeschehen finden Sie zeitnah hier.

+++ 09.01.2026: Meteorologe: Der meiste Schnee im Norden ist durch +++

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet für Norddeutschland nicht mehr mit großem Schneefall. In Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern könne es zwar im Laufe des Samstags noch einzelne Schneeschauer von der Ostsee her geben. Mit Blick auf die Schneemengen sei aber nichts Großartiges mehr zu erwarten, sagte der Meteorologe vom Dienst, Christian Paulmann. Allerdings stünden vor allem im Nordosten Tage mit strengem Frost bevor.

In Hamburg liege auf freien und ungeräumten Flächen inzwischen eine Schneedecke bis zu fünf Zentimetern. Die Menge des Neuschnees sei dabei aber schwer zu messen, weil er leicht verdrifte. Allerdings sei die gesamte Situation mit dem stürmischen Schneewinter von 1978/79 überhaupt nicht zu vergleichen - weder mit Blick auf die Schneemengen noch bei den Windgeschwindigkeiten.

+++ 09.01.2026, 17.06 Uhr: Bahn will Fernverkehr im Norden am Samstag wieder aufnehmen +++

Die Deutsche Bahn will den wegen Unwetters eingestellten Fernverkehr in Norddeutschland am Samstagmorgen wieder schrittweise aufnehmen. Am Samstag sei trotzdem bundesweit noch mit Einschränkungen und Zugausfällen zu rechnen, teilte das Unternehmen mit.

+++ 09.01.2026, 13.02 Uhr: Kräftiger Schneefall und Sturm halten bis zum Abend an +++

Bis zum Abend erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) weiter teils kräftige Schneefälle und schwierige Verkehrsverhältnisse. Von der Nordsee bis in den Osten Deutschlands falle verbreitet Schnee, örtlich auch intensiv.

"Teilweise kommen zwei bis drei Zentimeter Neuschnee pro Stunde zusammen", sagte ein DWD-Meteorologe. "Also da ist ganz ordentlicher Neuschneezuwachs." Im Laufe des Nachmittags lasse der Schneefall zwar etwas nach, halte regional aber an.

Im Südwesten gehen schauerartige Regenfälle am Nachmittag und Abend wieder zunehmend in Schnee über. Besonders in den Mittelgebirgen sind kräftige Schneefälle zu erwarten. "In Staulagen können dort bis heute Abend noch 10 bis 25 Zentimeter zusammenkommen, im Schwarzwald wahrscheinlich sogar noch mehr", so der Meteorologe. Gleichzeitig warnt der Deutsche Wetterdienst im Südwesten vor Sturm mit Böen von 70 bis 80 Kilometern pro Stunde, in höheren Lagen teils darüber.

Der DWD rechnet vor allem durch Schnee, Verwehungen und Sturm weiter mit erheblichen Beeinträchtigungen im Straßen- und Schienenverkehr. Entsprechende Warnungen vor starkem Schneefall und Schneeverwehungen gelten weiterhin.

Im Laufe der Nacht sollen sich die Schneefälle dann zunehmend in die Südhälfte des Landes verlagern.

+++ 09.01.2026, 12.33 Uhr: LKW blockieren Autobahnen in Osthessen, Verkehr rollt weitgehend wieder +++

Nach den erheblichen wetterbedingten Verkehrsbehinderungen auf drei Autobahnen in Osthessen am frühen Morgen beginnt sich die Lage nach Angaben der Polizei wieder zu entspannen. Die Autobahnen A4 und A5 seien in den zuvor blockierten Abschnitten zwischen Kirchheimer Dreieck und Friedewald beziehungsweise vom Hattenbacher Dreieck bis Alsfeld Ost wieder frei, teilte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Fulda mit. Die A7 sei zwischen Homberg und Bad Hersfeld wieder einspurig befahrbar.

Die Polizei hatte die Fahrer von Lastwagen dazu aufgefordert, die Autobahnen zu verlassen und Rastplätze anzusteuern. Räumfahrzeuge und das Technische Hilfswerk halfen dabei, die Situation zu entschärfen.

Auf der A4 hatten sich nach Angaben eines Polizeisprechers gleich vier Sattelzüge "neben der Fahrspur eingegraben". Auf der A7 war schon am frühen Morgen ein Lkw umgekippt und auf dem Seitenstreifen liegengeblieben. Auf der A5 rutschte ein Sattelzug von der Fahrbahn.

Bei dem Unfall auf der A7 wurde der Fahrer des umgestürzten Lkw leicht verletzt. Auch auf Bundes- und Landstraßen in Osthessen gab es am Freitagmorgen Unfälle, wie das Polizeipräsidium weiter berichtete. Bei Schlitz (Vogelsbergkreis) gab es einen Unfall mit drei Fahrzeugen. Dabei wurde eine Person leicht verletzt.

+++ 09.01.2026, 11.59 Uhr: Bahn: Dauer der Einschränkungen noch völlig offen +++

Fahrgäste müssen sich bis auf weiteres auf erhebliche Beeinträchtigungen im Fern- und Regionalverkehr der Bahn im Norden Deutschlands einstellen. "Wie lange die Einschränkungen in Norddeutschland andauern, kann ich im Moment noch nicht sagen", sagte ein Bahnsprecher am Vormittag in Berlin. Die Lage sei sehr dynamisch, eine seriöse Prognose nicht möglich. "Ich kann nur versprechen, dass wir alles dafür tun, die Strecken schnell und sicher freizubekommen", betonte er.

Die Bahn hatte zuvor den Zugverkehr im Großraum Hannover aufgrund des Wintersturms Elli, der mit geballten Schneeladungen übers Land zieht, eingestellt. Betroffen davon ist auch der Fernverkehr, vor allem Verbindungen von Hannover in Richtung Norden. Auch zwischen Berlin und NRW fahren derzeit keine Fernzüge. Es bringe nichts, Züge fahren zu lassen, die dann auf freier Strecke halten müssten, sagte der Bahnsprecher. Die Bahn könne Fahrgäste besser in den Bahnhöfen versorgen als draußen.

Die Bahn empfiehlt, Verbindungen vor Reiseantritt zu prüfen oder Reisen nach Möglichkeit zu verschieben. Die Bahn hat die Zugbindung bei Tickets bis einschließlich Samstag aufgehoben. Fahrkarten behalten auch in den Tagen danach ihre Gültigkeit und sind flexibel nutzbar.

+++ 09.01.2026, 10.52 Uhr: Zwei Tote nach Frontalzusammenstoß bei Winterwetter +++

Bei einem Frontalzusammenstoß zweier Autos sind in Niederbayern zwei Menschen ums Leben gekommen. Wie ein Polizeisprecher sagte, war eines der Autos auf einer Staatsstraße bei Reisbach ins Schleudern geraten - vermutlich wegen des Winterwetters.

Das Fahrzeug geriet daraufhin auf die Gegenspur, es kam zum Zusammenstoß mit dem entgegenkommenden Auto. Ein Fahrer und sein Beifahrer erlitten tödliche Verletzungen, der Fahrer des anderen Wagens wurde laut Polizei schwer verletzt. Die Straße war bis in den Morgen gesperrt, die Einsatzkräfte waren vor Ort, wie die Polizei erklärte. Zunächst gab es keine weiteren Informationen zu dem Unfall im Landkreis Dingolfing-Landau.

+++ 09.01.2026: 9.29 Uhr: Bahn stellt Fernverkehr im Norden wegen Schneesturms ein +++

Die Deutsche Bahn stellt wegen des stürmischen Winterwetters den Fernverkehr im Norden Deutschlands bis mindestens zum Mittag ein. Das teilte das Unternehmen mit.

+++ 09.01.2026, 7.28 Uhr: SchlimmsteBefürchtungen der Meteorologen treten nicht ein +++

Entwarnung für Berlin und Brandenburg: Der angekündigte Schneefall bleibt nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in weiten Teilen Brandenburgs und Berlin nun aus. Es werde in der Nordhälfte Brandenburgs und in Berlin deutlich weniger Schnee herunterkommen als vorhergesagt, sagte ein DWD-Sprecher. Die Unwetterwarnung vor starkem Schneefall sei für Berlin und Brandenburg aufgehoben.

"Wir sehen keine Gefahr von Leib und Leben", betonte der Sprecher. Am Nachmittag soll es dennoch leicht schneien, jedoch nicht in der zunächst vorhergesagten Intensität. Von den schlimmsten Befürchtungen bleibt Berlin und die Nordhälfte Brandenburgs verschont. Kalt werde es aber weiterhin. Bei teils starken Böen könne die gefühlte Temperatur bei Minus 20 Grad liegen. Der Süden Brandenburgs soll wie angekündigt mehrere Zentimeter Neuschnee bekommen.

+++ 09.01.2026, 6.02 Uhr: Zwei Dutzend Lastwagen stecken auf A7 im Schnee fest +++

Etwa zwei Dutzend Lastwagen haben sich auf der schneebedeckten Autobahn 7 im Landkreis Bad Kissingen in Bayern festgefahren. Wie ein Polizeisprecher sagte, rückte in der Nacht zum Freitag unter anderem das Technische Hilfswerk (THW) aus. Mit der Hilfe vom THW wurden die Lastkraftwagen angezogen - bis sie von selbst aus weiterfahren konnten.

Grund für den Einsatz bei Oberthulba sei Neuschnee gewesen, hieß es. Die Autobahnmeisterei sei gekommen und habe den Schnee geräumt. Dafür sei die A7 zeitweise gesperrt worden. Zum morgendlichen Berufsverkehr war die Fahrbahn wieder freigegeben worden.

+++ 09.01.2026, 5.33 Uhr: Wie viel Schnee wird es? +++

Winter-Sturmtief Elli ist angekommen - und so viel soll es laut neuester Prognose schneien: Den meisten Schnee erwartet der Deutsche Wetterdienst für die sogenannten Staulagen der Mittelgebirge. An den Seiten der Berge, die dem Wind zugewandt sind, können 20 Zentimeter Neuschnee fallen, wie die Meteorologen in Offenbach am Morgen prognostizierten.

Ansonsten fallen laut Vorhersage bis zum frühen Nachmittag zwischen 5 und 10 Zentimetern, "regional um die 15 Zentimeter in einem Streifen von Ostbayern über die Mitte und die Norddeutsche Tiefebene bis zum Emsland". Und: "Ein Großteil des Schnees fällt dabei innerhalb von drei bis 6 Stunden - gebietsweise Unwetter!", heißt es im Wetterbericht von 5.00 Uhr. Am Nachmittag und Abend sollen die Schneefälle dann allmählich nachlassen, dann werden nur noch wenige Zentimeter Neuschnee erwartet.

Doch weil es in einem Streifen vom Nordwesten über den Norden bis in den Osten Deutschlands stürmt, kann es regional zu unwetterartigen Schneeverwehungen kommen - erst in der Nacht auf Samstag soll der Sturm langsam nachlassen.

+++ 08.01.2026: Schulen in Teilen Schleswig-Holsteins bleiben zu +++

Wegen des erwarteten Sturmtiefs "Elli" bleiben die Schulen auch in Teilen Schleswig-Holsteins am Freitag geschlossen. Das betrifft allgemein- und berufsbildende Schulen in den Kreisen Dithmarschen, Herzogtum Lauenburg, Nordfriesland, Pinneberg, Rendsburg-Eckernförde, Schleswig-Flensburg, Segeberg, Steinburg und Stormarn, wie das Bildungsministerium mitteilte.

An den von Schließungen betroffenen Schulen soll es für die Jahrgangsstufen eins bis sechs aber eine Notbetreuung geben. Die Schülerinnen und Schüler können dort nach Ministeriumsangaben auf Aufgaben zurückgreifen, die ihnen Lehrkräfte bereits im Rahmen des regulären Unterrichts gegeben haben. Schulen könnten zudem über ihr Lernmanagementsystem Unterrichtsmaterial bereitstellen.

Am Freitag bleiben die Schulen auch in den Stadtstaaten Hamburg und Bremen sowie in Niedersachsen geschlossen. Nach Angaben der zuständigen Behörden gibt es Notbetreuung und teilweise Distanzunterricht. Grund ist meist, dass die Schulbusse nicht fahren und eine sichere Anreise nicht gewährleistet werden kann.

+++ 08.01.2026: Fährverkehr an Nordseeküste wird wegen Sturms weitgehend eingestellt +++

Der erwartete Wintersturm Elli bringt an der niedersächsischen Nordseeküste den Fährverkehr weitgehend zum Stillstand. Mehrere Inseln sind am Freitag nicht per Schiff erreichbar - darunter Langeoog, Norderney und Wangerooge.

Die Inselgemeinde Langeoog teilte mit, den Fährverkehr zwischen Festland und Insel am Freitag komplett einzustellen - angesichts möglicher orkanartiger Böen, unwetterartiger Schneefälle und Niedrigwasser. Wegen der schlechten Wetterlage seien ein sicherer Schiffstransport sowie eine sichere An- und Abreise der Gäste nicht möglich, teilte eine Sprecherin der Inselgemeinde mit.

Auch die Nordseeinsel Wangerooge ist am Freitag nicht per Schiff zu erreichen. Die Deutsche Bahn (DB), die mit einer Tochterfirma den Fährverkehr betreibt, sagte die jeweils zwei geplanten Abfahrten von und zur Insel ab. Keine Fährfahrten gibt es zudem von und zu der Insel Spiekeroog.

Problematisch ist vorrangig der erwartete starke Ostwind. Kräftiger Ostwind ist in den Wintermonaten im Wattenmeer grundsätzlich nicht ungewöhnlich. Er drückt das Wasser von der Küste weg, Fähren können dann nicht oder nur eingeschränkt fahren.

Eingestellt wird am Freitag auch der Fährverkehr zwischen der ostfriesischen Insel Juist und dem Festland - wegen der aktuellen Vorhersage für Wind und Wasserstände, teilte die Reederei Norden-Frisia in Norddeich (Landkreis Aurich) mit.

Auch der Fährverkehr von und zur Nachbarinsel Norderney fällt am Freitag aus, wie die Fährgesellschaft am Donnerstagmittag mitteilte. Zunächst hatte die Reederei Norden-Frisia nur einzelne Abfahrten am Freitagmorgen gestrichen. Nun soll der gesamte Inselverkehr am Freitag ruhen.

Die Reederei Baltrum-Linie plant für den Freitagnachmittag je eine Schiffsabfahrt von Baltrum zum Festland und von Neßmersiel Richtung Insel. Alle anderen Abfahrten würden gestrichen werden, hieß es.

Auch im Inselverkehr zwischen Emden und der Insel Borkum fallen am Freitag einzelne Fährfahrten aus, wie die Reederei AG Ems auf ihrer Website mitteilte.

+++ 08.01.2026: Rostocker Zoo schließt am Freitag +++

Der Rostocker Zoo bleibt aufgrund aktueller Unwetter- und Sturmwarnungen für die Region am Freitag geschlossen. Auch die geplante Abendveranstaltung "ZooLichtZauber" falle aus, teilt der Zoo mit. Am Samstagvormittag würden dann die Parkanlagen auf mögliche Sturmschäden geprüft und diese gegebenenfalls beseitigt, bevor der Zoo um 12 Uhr wieder öffne.

Der Schweriner Zoo bleibt nach aktuellem Stand offen. Wenn sich wegen der Wetterlage Sicherheitsrisiken abzeichneten, behalte man sich aber eine Schließung vor. Auch der Zoo Stralsund bleibt vorerst weiter geöffnet.

+++ 08.01.2026: Hamburg schließt Schulen wegen Schneefalls am Freitag +++

Hamburgs Schulen bleiben wegen der erwarteten schweren Schneefälle am Freitag geschlossen. In einem Schreiben an alle Schulen bat Landesschulrat Thorsten Altenburg-Hack, alle Kinder und Jugendlichen bis zur sechsten Klasse noch am Donnerstag mit Unterrichtsmaterialien auszustatten oder einen möglichen Onlineunterricht vorzubereiten. Außerdem müsse sichergestellt sein, dass es eine Ganztagsnotbetreuung gebe.

Geplante Prüfungen müssten abgesagt werden. Das gelte auch für die Jugendlichen der Klassen 7 bis 13. Für sie solle ein digitales Unterrichtsangebot gemacht werden. Altenburg-Hack kündigte an, dass die Schulbehörde am Freitagvormittag darüber informieren werde, wie am Montag mit dem Unterricht zu verfahren sei. In Hamburg gibt es rund 273.000 Schülerinnen und Schülern, rund 253.000 davon besuchen eine staatliche allgemeinbildende Schule.

+++ 08.01.2026:Starker Schneefall in Hamburg - Köhlbrandbrücke gesperrt +++

Die Hamburger Köhlbrandbrücke ist wegen des Wetters und rutschiger Fahrbahnen am Vormittag für den Verkehr gesperrt worden. "Aufgrund des starken Schneefalls und der Glätte ist die Köhlbrandbrücke aktuell in beiden Richtungen gesperrt", teilte die Polizei auf der Plattform X mit. Ortskundige Autofahrer wurden gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für den Vormittag im Süden Schleswig-Holsteins und in Hamburg Schneefall mit Neuschneemengen von drei bis sechs Zentimetern vorausgesagt. Auch am Nachmittag soll es weiter Schnee geben - allerdings zunächst eher geringfügig. Für den Freitag rechnet der DWD rund um Hamburg mit etwa zehn Zentimetern Neuschnee. Zudem sind stürmische Böen im Binnenland möglich.

+++ 08.01.2026: Witterung sorgt für Verzögerungen am Frankfurter Flughafen +++

Weil Flugzeuge umfangreich enteist werden mussten, hat es am Mittwochabend am Frankfurter Flughafen erneut wetterbedingte Verzögerungen gegeben. 29 Maschinen durften ausnahmsweise nach 23 Uhr starten, wie das hessische Wirtschaftsministerium mitteilte. Der letzte Start erfolgte um kurz vor Mitternacht. Wegen starken Schneefalls hatte es bereits am Montagabend länger Fluglärm im Rhein-Main-Gebiet gegeben als eigentlich erlaubt. Es waren 22 Starts nach 23 Uhr genehmigt worden.

Am Frankfurter Flughafen gelten zwischen 23 und 5 Uhr Nachtflugbeschränkungen. Verspätete Maschinen dürfen bis Mitternacht landen, wenn etwa schlechtes Wetter der Grund ist. Verspätete Starts sind ebenfalls bis Mitternacht möglich, dafür ist eine gesonderte Genehmigung erforderlich.

+++ 08.01.2026: Hamburg versinkt im Schnee – Verkehrschaos droht über Nacht +++

Das massive Schnee- und Sturmgebiet zieht von Westen her über Deutschland und legt vor allem den Norden lahm. In einigen Regionen droht der totale Verkehrskollaps. Der Schneefall zieht in der Nacht von Westen auf eine Linie von Hamburg über Berlin bis Dresden. Bereits in den Nachtstunden ist in den Mittelgebirgen mit unwetterartigem Schneefall zu rechnen. Zusätzlich verschärft starker Wind die Lage – die Voraussetzungen für gefährliche Schneeverwehungen sind gegeben. Am Freitagmorgen schneit es sich dann regelrecht ein – besonders von Hamburg bis Berlin. Die Kombination aus Dauer-Schneefall und kräftigem Wind sorgt dafür, dass sich der Schnee auftürmt.

  • Bis zu 30 Zentimeter Neuschnee werden erwartet
  • Durch Verwehungen können sich bis zu 50 Zentimeter ansammeln
  • Im Norden kommt es gleichzeitig zu stürmischen Böen

Besonders brisant ist die Lage rund um Hamburg. Dort droht ein massives Verkehrschaos – auch auf den Autobahnen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Straßen komplett einschneien und zeitweise unpassierbar werden. Pendler und Reisende müssen mit erheblichen Verzögerungen rechnen.

Nach aktuellen Prognosen gelten folgende Gebiete als Schneeschwerpunkte:

  • Lüneburger Heide
  • Westliches Mecklenburg
  • Teile Norddeutschlands entlang der Linie Hamburg–Berlin

+++ 08.01.2026: Schulausfall in Niedersachsen +++

Bereits am Donnerstag soll wegen des Wetters in einigen Regionen Niedersachsens der reguläre Unterricht an Schulen ausfallen. Stattdessen wird meist auf Distanzunterricht umgestellt. Betroffen sind Einrichtungen unter anderem in Wilhelmshaven, Emden und im Landkreis Aurich. Es wird nicht ausgeschlossen, dass am Freitag weitere Schulen auch in anderen Bundesländern dazukommen.

+++ 08.01.2026: Behinderungen bei Bus und Bahn befürchtet +++

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) sieht Autobahnen und Deutsche Bahn gut gerüstet. Mit Blick "auf die anstehende Schneefront" sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND): "Alle verfügbaren Kräfte sind auf den Straßen, Bahnhöfen und Schienen unterwegs, damit die Verkehrswege sicher befahrbar bleiben."

Brandenburgs Verkehrsminister Detlef Tabbert (BSW) riet, nicht unbedingt notwendige Fahrten zu verschieben oder deutlich mehr Zeit einzuplanen. Fahrgäste von Bus und Bahn wurden bereits vorgewarnt: Im Gebiet des Verkehrsverbundes Bremen/Niedersachsen könne es in den kommenden Tagen zu Verspätungen und Teilausfällen im öffentlichen Nahverkehr kommen, sagte eine Sprecherin. Auch Nahverkehrsbetriebe in Schleswig-Holstein schlossen nicht aus, dass der Betrieb eingestellt werden muss.

Auch auf den Schienen dürfte sich das Wetter in den nächsten Tagen auswirken. Von diesem Donnerstag an werde es zu Verspätungen und Zugausfällen im Fernverkehr kommen, schrieb die Deutsche Bahn. "Bitte prüfen Sie, ob Sie Ihre Reise verschieben können", hieß es. Auch Reisen auf dem Wasser sind betroffen: Einige Fähren von und zu den Ostfriesischen Inseln werden am Freitag voraussichtlich nicht fahren.

+++ 08.01.2026: Streik in Mecklenburg-Vorpommern - Landesamt warnt vor glatten Straßen +++

Wegen möglichen Personalausfalls infolge eines Streikaufrufs warnt das Landesamt für Straßenbau und Verkehr Mecklenburg-Vorpommern vor glatten Straßen am Donnerstag. "Durch den Streikaufruf kann es zu personellen Engpässen im Winterdienst kommen", teilte die Behörde mit.

Die Arbeitnehmervertretung habe die Bediensteten der Straßenbauverwaltung des Landes Mecklenburg-Vorpommern für Donnerstag zum Streik aufgerufen. Betroffen sind demnach auch die Straßenbauämter des Landes samt dazugehöriger Straßenmeistereien. Hintergrund seien die aktuellen Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder.

"Die Straßenbauverwaltung Mecklenburg-Vorpommerns wird dennoch alles versuchen, die Landes- und Bundesstraßen morgen möglichst schnee- und eisfrei zu halten." Der Ausfall des eigenen Personals werde so gut wie möglich mit Fremdfirmen kompensiert. Ein Teil der Räumung werde ohnehin schon an Privatfirmen übertragen, sagte ein Sprecher der Landesbehörde.

Je nach Witterungslage werde der Ersatz von Personal nicht überall in vollem Umfang gelingen, teilte die Behörde mit. "Aufgrund des anhaltend kalten Wetters mit Schneefall ist somit insbesondere in den Morgenstunden Glätte auf den Fahrbahnen nicht auszuschließen." Autofahrerinnen und Autofahrer sollten besonders darauf achten, an die Bedingungen angepasst zu fahren.

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/bos/news.de/dpa

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