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Tödlicher Messerangriff in Frankreich: Ein Lehrer getötet! Täter wurde zuvor als radikale Person eingestuft

An einer Schule in Frankreich hat ein Messerangreifer eine Lehrkraft getötet. Dabei wurden weitere Menschen verletzt. Die Polizei konnte den Täter festnehmen. Die Hintergründe zur Tat sind noch unklar.

An einem Gymnasium in Arras tötete ein Messerangreifer eine Person und verletzte mehrere. (Foto) Suche
An einem Gymnasium in Arras tötete ein Messerangreifer eine Person und verletzte mehrere. Bild: picture alliance/dpa/AFP | Denis Charlet

In einem Gymnasium in der französischen Stadt Arras hat ein Täter eine Person mit einem Messer getötet und mehrere Menschen verletzt, berichtete "Le Parisien". Schüler wurden demnach nicht verletzt. Der Täter wurde mittlerweile durch die Polizei festgenommen, bestätigte Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin. Die Polizei sei in der Schule im Einsatz. Wie die Polizeipräfektur mitteilte, sei die Lage unter Kontrolle und es gebe keine Gefahr mehr.

Ein Toter, mehrere Verletzte nach Messerangriff an französischer Schule

Der Sender BFMTV berichtete, bei dem Toten handele es sich um eine Lehrkraft. Wie die französische Zeitung berichtete soll der Täter beim Betreten der Schule "Allahu Akbar" (auf Deutsch: Gott ist groß) gerufen haben. Bislang gibt es keine gesicherten Erkenntnisse, ob die Tat einen terroristischen Hintergrund hat.Die Hintergründe der Tat sind noch vollkommen unklar. Die Antiterrorstaatsanwaltschaft hat nach eigenen Angaben die Ermittlungen übernommen. Präsident Emmanuel Macron wolle zum Ort des Geschehens fahren. Das Parlament in Paris unterbrach seine Sitzung und Premierministerin Élisabeth Borne brach eine Reise ab.

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Täter in Datei für radikalisierte Personen geführt

Der Angreifer und sein ebenfalls festgenommener Bruder sollen aus Tschetschenien stammen, berichtete die Zeitung "Le Figaro" unter Verweis auf das Innenministerium. Der Täter sei demnach in einer Datei für radikalisierte Personen geführt worden. Seit einigen Wochen hätte der Angreifer den Sicherheitsbehörden besondere Sorge bereitet. Zuletzt am Donnerstag einen Tag vor der Attacke sei er von der Polizei kontrolliert worden, ohne dass ihm etwas angelastet werden konnte. Außerdem sei er abgehört worden.

Die Attacke erschüttert Frankreich umso mehr, als dass sie fast auf den Tag genau drei Jahre auf den tödlichen Angriff auf den Geschichtslehrer Samuel Paty folgt. Der 47-Jährige war am 16. Oktober 2020 in einem Pariser Vorort von einem Angreifer getötet und dann enthauptet worden. Das Verbrechen wurde als islamistisch motivierter Terrorakt eingestuft und löste international Entsetzen aus. Sicherheitskräfte erschossen den Täter, einen 18-Jährigen mit russisch-tschetschenischen Wurzeln. Vor der Tat war im Internet gegen den Lehrer gehetzt worden, weil er im Unterricht zum Thema Meinungsfreiheit Karikaturen des Propheten Mohammed gezeigt hatte.

/news.de/dpa

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