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Sonnensturm-Warnung für 01./02.04.2022: Nach Kannibalen-Sonnensturm! Weitere Plasmawolke näherte sich Erde

Zu Wochenbeginn schleuderten mehrere Explosionen auf der Sonnenoberfläche mindestens zwei Sonnenplasma-Wolken in Richtung Erde. Nachdem ein Kannibalen-Sonnensturm auf die Erde krachte, warnen Experten nun vor einer dritten CME. Diese soll am 01./02.04.2022 mit der Erdatmosphäre kollidieren und mindestens einen Sonnensturm der Klasse G1 auslösen.

Auf der Sonnenoberfläche brodelt es gewaltig: Erneut warnt die NOAA vor einem Sonnensturm. Bild: AdobeStock / xyz+

Es brodelt gewaltig auf der Sonnenoberfläche: Seit Montag gab es im Sonnenfleck AR2975 mehr als 17 Explosionen. Experten vermuten, dass nun mindestens drei Sonnenplasma-Wolken in Richtung Erde geschleudert wurden. Nach einem Kannibalen-Sonnensturm soll nun eine weitere CME die Erde erreichen. Die Sonnensturm-Warnung wurde erweitert.

Der nächste Sonnensturm droht am 06./07.04.2022.

Update: Sonnensturm-Warnung erweitert: Dritte Sonnenplasma-Wolke soll am 01./02.04.2022 auf Erde krachen

Wie "spaceweather.com" berichtet, gab es am 30. März 2022 erneut eine Explosion im Sonnenfleck AR2975, bei dem Sonnenplasma in den Weltraum geschleudert wurde. Laut Berechnungen soll der koronale Masseauswurf (CME) voraussichtlich in der Nacht vom 1. auf den 2. April 2022 auf die Erdatmosphäre krachen.Der Aufprall könnte geomagnetische Stürme der Klasse G1 auslösen und damit die Periode geomagnetischer Unruhen verlängern, die mit einem Kannibalen-Sonnensturms begann. Laut der US-Wetterbehörde NOAA sei sogar ein Sturm der Klasse G2 möglich.

Sonnensturm am 06./07.04.2022: Feuerschlucht spuckt Plasmawolke auf Erde! Experten warnen vor Doppel-Sturm

+++ Die ursprüngliche Sonnensturm-Warnung für den 30./31.03.2022 +++

Ein Kannibalen-Sonnensturm krachte auf die Erde. Bild: AdobeStock / photlook

Sonnensturm-Warnung am 30./31.03.2022: Sonnenplasma kracht Donnerstagnacht auf Erde

Am 28. März 2022 kam es bei einer Explosion im Sonnenfleck AR2975 zu einem koronalen Massenauswurf (CME). Diese steuert nun auf die Erde zu und könnte das Magnetfeld unseres Planeten am 30. oder 31. März 2022 treffen, warnen "spaceweather.com" und die NOAA. Doch damit nicht genug: Eine zweite und eine mögliche dritte CME folgen dicht dahinter. "Eine zweite CME wurde gestern Abend von der Sonnenfleckenregion 2975 freigesetzt [...]. Diese Plasmawolke hat ebenfalls eine erdgerichtete Flugbahn, was bedeutet, dass sich derzeit zwei CMEs auf dem Weg zur Erde befinden", heißt es in einem Tweet von "SpaceWeatherLive". Laut NOAA könnte uns ein geomagnetischer Sturm der Kategorie G2 drohen.

Sonnensturm-Warnung aktualisiert: Plasmawolken verschmelzen zu Kannibalen-CME

Mittlerweile wurde die Sonnensturm-Warnung aktualisiert. Demnach sei der erste CME deutlich langsamer unterwegs und konnte von einem zweiten CME überholt werden. Computermodelle der NOAA weisen darauf hin, dass beide Plasmawolke nun zu einem einzigen "Kannibalen"-CME verschmelzen könnten. "Kannibalen-CME sind schnelle koronale Massenauswürfe, die langsamere CME vor sich herschieben. Dieser Mischmasch enthält verworrene Magnetfelder und komprimierte Plasmen, die starke geomagnetische Stürme auslösen können", schreibt "spaceweather.com".Wenn die NOAA-Berechnungen korrekt sind, könnte sich die Dichte des Sonnenwindplasmas um die Erde verzehnfachen, wenn der CME eintrifft. Die Geschwindigkeit des Sonnenwinds übersteigt dabei 700 km/s. Geomagnetische Stürme der Klassen G2 bis G3 sind durchaus möglich.

Sonnensturm macht Polarlichter über Norddeutschland möglich! Davor warnt die NOAA

Sonnenstürme können für das Leben auf der Erde gravierende Auswirkungen haben. So können sie nicht nur schwere Störungen bei elektrischen Geräten auslösen, sondern auch ganze Stromnetze lahmlegen und sogar zerstören. Außerdem können Störungen von Rundfunk und Mobilfunknetzen auftreten. Laut der US-Wetterbehörde NOAA soll der drohende Sonnensturm aber nur eine "geringe" Gefährdung für die Erde darstellen. Demnach könnten durchaus Polarlichter in der Nordhälfte Deutschlands sichtbar werden. In Europa sollen diese vor der Morgendämmerung am 31.03.2022 beobachtbar sein.

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bua/fka/news.de

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