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Stiefvater vor Gericht: Behindertes Kind (3) verweigert Mittagessen - wenig später ist es tot

Der kleinen Jessica aus Südengland war kein langes Leben beschieden: Das Mädchen, das nur drei Jahre alt wurde, starb nach unfassbaren Misshandlungen durch ihren Stiefvater. Eine Kleinigkeit brachte den Mann zum Ausrasten und kostete Jessica das Leben.

Die kleine Jessica (3) verweigerte ihr Mittagessen - wenig später starb das Kind einen qualvollen Tod (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / yo camon

Das Leben der kleinen Jessica Dalgleish aus der südenglischen Grafschaft Kent währte nur kurz: Das Mädchen, das mit einer Lernbehinderung aufwuchs, durfte nur drei Jahre alt werden. Das Kind wurde, so schildert es ein aktueller Bericht in der britischen "Sun", Ende 2019 vom Partner ihrer Mutter so brutal misshandelt, dass es starb.

Stiefvater flippt bei Betreuung von geistig behindertem Kind aus - Mädchen (3) stirbt

Nach dem Tod der Dreijährigen muss sich nun ein gewisser Paul Marsh, der mit Jessicas Mutter liiert war, vor Gericht verantworten; die Anklage lautet auf Misshandlung von Schutzbefohlenen und Totschlag. Im Prozess, der am Gerichtshof in Maidstone in der Grafschaft Kent stattfindet, wurde das Martyrium der kleinen Jessica Dalgleish in allen grausamen Einzelheiten geschildert. Demnach hatte die Dreijährige Verhaltensauffälligkeiten, neigte zu Gewaltausbrüchen und konnte kaum sprechen, was ihren Stiefvater offenbar zu einer schrecklichen Tat trieb.Obwohl sich der Angeklagte beruflich um geistig behinderte Erwachsene kümmerte, hatte er keinerlei Erfahrungen mit der Pflege geistig behinderter Kinder, als er im Sommer 2019 mit Jessicas Mutter zusammenzog und täglich mit deren Kind zu tun hatte.

Weil sie ihr Mittagessen verweigert: Lernbehinderte Dreijährige stirbt nach Misshandlung

Als sich Paul Marsh im Dezember 2019 in Abwesenheit der Mutter um das Kind seiner Freundin kümmern sollte, kam es zu einer Tragödie. Die kleine Jessica weigerte sich, ihr Mittagessen zu verzehren, was den heute 27-jährigen Stiefvater rasend wütend machte. Die Anklage warf dem Mann nun vor, er habe Jessica gepackt, in ihr Zimmer gebracht und dort mit voller Wucht auf ihr Bett geworfen. Dabei habe sich das Kind den Kopf gestoßen und trug eine Hirnblutung und einen Schädelbruch davon, die tödlich enden sollte. Obwohl das Kind sofort ins Krankenhaus kam, konnten die Ärzte die Dreijährige nicht mehr retten. Nach drei Tagen Todeskampf wurden die lebenserhaltenden Maschinen abgestellt.

Stiefvater macht Unfall für tödliche Verletzung von Jessica (3) verantwortlich

Vor Gericht schilderte der Angeklagte eine andere Geschichte. Er habe einen lauten Knall aus dem Kinderzimmer gehört und das Mädchen nach einem vermeintlichen Sturz aufgefunden. Der Kindsmutter habe er mitgeteilt, das Mädchen sei hingefallen und wirke benommen, doch auf das Flehen seiner Freundin, einen Krankenwagen zu rufen, habe er nur widerwillig reagiert. Die Anklage entkräftete diese Version durch Vorlage medizinischer Unterlagen. Die schweren Verletzungen, die die Dreijährige das Leben kosteten, seien mit einem Unfall nicht zu erklären. Bei der Untersuchung der kleinen Patientin wurden zudem ältere Verletzungen entdeckt, die auf länger andauernde Misshandlungen schließen ließen. Mindestens drei Wochen lang musste das Mädchen bis zu seinem Tod Prügel ertragen - die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Paul Marsh seine Wut an dem wehrlosen Kind ausließ, bis es zur tödlichen Tragödie kam.

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Besonders tragisch: Kurz vor ihrem Tod wurde Jessica wegen Verletzungen, die auf Misshandlungen schließen ließen, von aufmerksamen Erzieherinnen in ihrem Kindergarten ins Krankenhaus gebracht. Dort entließ man die Dreijährige jedoch schnell, da es sich nicht um lebensbedrohliche Verletzungen gehandelt habe.

Der Prozess gegen Paul Marsh wird fortgesetzt, ein Urteil wird Anfang November erwartet.

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loc/news.de