08.07.2021, 08.58 Uhr

Corona-Suizid: Völlig verzweifelt! 17-Jährige nimmt sich im Lockdown das Leben

Sie teilte ihre Ängste und Bedenken nicht - und bereitete ihrem Leben stattdessen ein Ende. Die 17-jährige Gabrielle Treharne erhängte sich in ihrem Zuhause. Der Mangel an Kontakten und Geselligkeit ließ sie verzweifeln.

Die 17-Jährige hat sich das Leben genommen. Bild: AdobeStock / holwichaikawee (Symbolbild)

Sie wusste sich offenbar keinen anderen Ausweg mehr! Die 17-jährige Gabrielle Treharne nahm sich das Leben, als ihre Eltern sich mit dem Coronavirus infizierten und sie sich in den Wochen vor ihrem Tod zu Hause selbst isoliert hatte. Im März dieses Jahres wurde die Teenagerin von ihrem Vater Jago tot in ihrem Schlafzimmer gefunden. Darüber berichtet jetzt die britische "Sun".

Lesen Sie auch: Horror-Ehepaar zerstückelt Sohn, Tochter und Schwiegersohn

Suizid im Corona-Lockdown: 17-Jährige nimmt sich das Leben

Wie eine Untersuchung des Todesfalls nun ergab, hatte die 17-Jährige mehr mit dem Mangel an Kontakten und Geselligkeit mit ihren Freunden aufgrund des Lockdowns zu kämpfen als zunächst bekannt war. Jago und Gabrielles Mutter, Vaida, stimmten demnach beide darin überein, dass sie keine Veränderungen im psychischen Wohlbefinden ihrer Tochter bemerkt hatten, die sie beunruhigt hätten.

Erhängt im eigenen Zimmer: Vater findet tote Gabrielle Treharne

Die Aussagen von Jago und Vaida ergaben, dass Gabrielle tagsüber allein zu Hause war, während ihre Eltern bei der Arbeit waren. Mutter Vaida sagte, sie habe ihre Tochter zuletzt an diesem Nachmittag gesehen, als sie das Haus verließ, um nach einer Mittagspause wieder zur Arbeit zu gehen. Entdeckt wurde die 17-Jährige erst später am Abend, als ihr Vater wieder nach Hause kam. Der Schock für die Eltern: Das Mädchen hatte sich erhängt.

Einen Abschiedsbrief habe es nicht gegeben, schreibt "The Sun". Den Untersuchungen der Gerichtsmedizin zufolge habe Gabrielle Treharne impulsiv gehandelt. "Aber ich glaube, dass Gabrielle wusste, was das Ergebnis ihres Handelns sein würde, und dass sie wusste, dass sie allein zu Hause war und nicht gestört werden würde.", heißt es in dem Bericht von Gerichtsmediziner Tony Williams.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook und YouTube? Hier finden Sie brandheiße News, aktuelle Videos, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

Wenn Sie oder ein Angehöriger unter Depressionen oder Selbstmordgedanken leiden, sollten Sie sich Hilfe bei Experten holen, die Ihnen Wege aus dieser Situation aufzeigen. Die Telefonseelsorge ist kostenlos, anonym und 24 Stunden lang unter den Telefonnummern 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Hier finden Sie weitere Hilfsangebote.

rut/sba/news.de