27.06.2021, 16.14 Uhr

Corona-Hammer!: Virus infizierte Menschen schon vor 25.000 Jahren

Die Menschheit wurde möglicherweise schon vor knapp 25.000 Jahren vom Coronavirus geplagt, wie eine aktuelle Studie des menschlichen Erbgutes ergab. Wie die Wissenschaftler zu ihrer Erkenntnis kommen, lesen Sie hier.

Kämpften die Menschen bereits vor 25.000 Jahren gegen Corona? Bild: AdobeStock / Production Perig (Symbolbild)

Die jüngste Covid-19-Pandemie, die die Welt in weiten Teilen seit über einem Jahr mehr oder minder lahmgelegt hat, ist möglicherweise nicht der erste Kampf der Menschheit gegen das Coronavirus. Der könnte schon viel länger zurückliegen als bisher meist angenommen und kommuniziert wurde. Die Menschheit wurde möglicherweise schon vor über 20.000 Jahren vom Coronavirus geplagt, wie eine aktuelle Studie über das menschliche Genom ergeben hat. Die damit betrauten Wissenschaftler fanden demnach Marker, die über Generationen hinweg weitergegeben wurden und möglicherweise mit der Krankheit in Verbindung stehen könnten.

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Corona-News aktuell: Coronavirus existiert viel länger als aktuelle Covid-Pandemie

Laut einer neuen Studie der Australian National University, die in "Current Biology" publiziert wurde, zeigte sich, dass Coronaviren eine Art historische Markierung im menschlichen Erbgut hinterlassen haben. Coronavirus ist dabei ein Überbegriff, der COVID-19,SARS-Coronavirus (Schweres Akutes Respiratorisches Syndrom) und MERS-CoV (Middle East Respiratory Syndrome Coronavirus) umfasst und schon viel länger existiert als die aktuelle Pandemie.

Für die Studie untersuchten die Wissenschaftler die Genome von mehr als 2.500 Menschen aus 26 Ländern. In der Studie heißt es: "Die aktuelle Pandemie des schweren akuten respiratorischen Syndroms Coronavirus 2 (SARS-CoV-2) hat die Anfälligkeit menschlicher Populationen für neuartige virale Belastungen hervorgehoben, trotz der großen Bandbreite an epidemiologischen und biomedizinischen Werkzeugen, die heute zur Verfügung stehen."

Menschen kämpften schon vor 25.000 Jahren mit dem Coronavirus

Die Forscher fanden in den Proben des Erbgutes von fünf Populationen, alle aus Ostasien, Hinweise darauf, dass das Coronavirus bereits vorhanden war und die Gene selbst zur Anpassung gezwungen hat. Dies deutet darauf hin, dass die Vorfahren der heutigen Menschen in Ostasien der Krankheit erstmals vor etwa 25.000 Jahren ausgesetzt waren, so die Studie. Die Erkenntnisse seien jedoch auf Ostasien beschränkt. Bei Vergleichen mit anderen Populationen auf der Welt konnten die Merkmale nicht festgestellt werden.

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rut/news.de

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