26.06.2021, 12.51 Uhr

Suizid-Drama: Studentin tötet sich nach Vergewaltigung selbst - Gericht verweigerte Anklage

Josie Jolley durchlebte die Hölle und bekam keine Hilfe: Die 25-jährige Studentin nahm sich das Leben, nachdem sie vergewaltigt wurde und das Gericht einen Prozess gegen den mutmaßlichen Täter ablehnte. Der Grund dafür schockiert.

Eine 25-Jährige hat sich das Leben genommen. Bild: AdobeStock / jajam_e (Symbolbild)

Wie schlimm müssen diese Qualen gewesen sein? Die 25-jährige Josie Jolley sah in ihrem Leben keinen Ausweg mehr. Die Studentin nahm sich neun Monate, nachdem sie einen Mann beschuldigt hatte, sie vergewaltigt zu haben, das Leben. Das Dramatische: Das Gericht ließ eine Anklage gegen den mutmaßlichen Täter damals nicht zu, wie eine Anhörung nach dem Tod der jungen Frau jetzt offenbarte. Über den tragischen Suizid-Fall berichtet aktuell der britische "Mirror".

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Josie Jolley nimmt sich das Leben nach Vergewaltigungs-Drama

Wie das Blatt schreibt, habe die Staatsanwaltschaft sich geweigert hatte, den Mann anzuklagen, denJosie Jolley der Vergewaltigung beschuldigt hatte, weil man ihr sagte, die Geschworenen würden ihr nicht glauben. Zuvor sollen Bilder von ihr aufgetaucht sein, die zeigen, wie sie mit dem angeblichen Angreifer Händchen hält. Diese sollen den Fall aus Sicht der Staatsanwaltschaft untergraben haben, wie eine Untersuchung nun ergab. Neun Monate nach dem mutmaßlichen Angriff und der Weigerung der Behörden, beendete Josie Jolley ihr Leben.

Studentin tötet sich nach Missbrauchs-Vorwürfen selbst

Am 8. September wurde die damals 25-Jährige tot in ihrem Haus im englischen Brighton gefunden. Sie hatte die Schmerzmittel ihrer Mutter geschluckt, die diese bekommen hatte, weil sie sich zu dieser Zeit einer Krebsbehandlung unterziehen musste. Als die Mutter eine Nacht im Krankenhaus verbringen musste, setzte die verzweifelte Josie ihrem Leben ein Ende.

Dass Josie sich zuvor mit ihrem späteren Angreifer getroffen hatte, steht außer Frage. Sie selbst habe vor ihrem Tod gegenüber der Polizei erklärt, dass der Mann über sie hergefallen sei, nachdem sie sich geweigert hatte, mit ihm Geschlechtsverkehr zu haben. Der mutmaßliche Täter sprach hingegen von einvernehmlichem Sex.

Wenn Sie oder ein Angehöriger unter Depressionen oder Selbstmordgedanken leiden, sollten Sie sich Hilfe bei Experten holen, die Ihnen Wege aus dieser Situation aufzeigen. Die Telefonseelsorge ist kostenlos, anonym und 24 Stunden lang unter den Telefonnummern 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Hier finden Sie weitere Hilfsangebote.

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rut/news.de