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Tödliche Terror-Attacke bei Paris: "Barbarische Tat"! Frau (49) brutal ermordet vor Polizeiwache

Eine Mitarbeiterin der Polizei wird am Polizei-Kommissariat von einem Angreifer überrascht. Dieser sticht brutal mit dem Messer zu - die Frau stirbt noch an Ort und Stelle. Die Tat reißt in Frankreich alte Wunden auf - denn wieder soll ein Islamist der Täter gewesen sein.

Bei einem Messerangriff auf einer Polizeiwache ist eine Mitarbeiterin der Polizei getötet worden. Bild: dpa

Schon wieder Schrecken und Fassungslosigkeit in Frankreich: Ein Angreifer hat am Freitag eine Polizeimitarbeiterin in der Nähe von Paris brutal mit einem Messer ermordet. Die Ermittler gehen von einem Terrorakt aus. "Im Kampf gegen den islamistischen Terrorismus geben wir nicht klein bei", reagierte Präsident Emmanuel Macron nach der Bluttat. Die Frau wurde ersten Erkenntnissen nach von dem Mann am Kommissariat in Rambouillet hinterrücks angegriffen und Berichten nach mit dem Messer an der Kehle attackiert. Der Angreifer, nach Medienberichten ein Mann aus Tunesien, wurde von der Polizei getötet.

Polizeimitarbeiterin getötet! Terrorverdacht nach tödlicher Attacke auf Polizeiwache bei Paris

Wie die Zeitung "Parisien" berichtet, handelt es sich bei dem Opfer um eine 49 Jahre alte Frau. Dem Bericht nach sei die Frau in ihrer Mittagspause auf dem Rückweg zur Polizeiwache von einem Mann erstochen worden. Der Täter soll zweimal im Eingangsbereich der Polizeiwache auf die Frau eingestochen haben. Sie sei noch am Tatort gestorben, heißt es.

Täter offenbar nicht polizeibekannt

Nach "Parisien"-Informationen wurden bei dem Täter Ausweispapiere eines Tunesiers (36) gefunden, der 2009 nach Frankreich kam. Ersten Erkenntnissen nach war der Mann bislang nicht polizeibekannt. Auch den Anti-Terror-Ermittlern sei er nicht bekannt gewesen, heißt es. Jérome Moisant von der Polizeigewerkschaft Unité SGP Police sagte dem Sender Franceinfo, dass die getötete Kollegin in der Verwaltung gearbeitet habe. Der Angreifer habe sich zuvor vor der Polizeiwache aufgehalten.

Angreifer soll Opfer die Kehle durchgeschnitten und "Allahu akbar" gerufen haben

Der Ablauf der Tat und die Äußerungen des Täters seien Gründe, warum die Anti-Terror-Ermittler übernommen hätten, sagte Anti-Terror-Staatsanwalt Jean-François Ricard am Tatort. Die Frau sei "feige" ermordet worden. Medien zufolge soll der Frau die Kehle durchgeschnitten worden seien. Der Täter soll "Allahu akbar" (Gott ist groß) gerufen haben.

Der Sender BFM TV berichtete, dass der Angreifer vor der Tat ein dschihadistisches Video auf seinem Telefon geschaut haben soll. Innenminister Gerald Darmanin wies unterdessen die Präfekten im Land an, die Sicherheit rund um Polizeistationen zu verstärken. Sie sollen die Wachsamkeit und die Sicherheitsmaßnahmen in insbesondere an den Eingangsbereichen erhöhen.

Tat löste heftige Reaktionen in Frankreich aus

Die Tat löste in Frankreich heftige Reaktionen aus. Die Rechtsaußen-Politikerin Marine Le Pen kommentierte auf Twitter, dass immer die gleichen Schrecken aufeinander folgten. Es seien immer die "gleichen islamistischen Motive". Sie warf der Regierung vor, bei Sicherheitsfragen zu lax zu sein. Die Präsidentin der Hauptstadtregion, Valérie Pécresse, sprach von einem "barbarischen" Angriff. Die Police National schrieb von "unermesslichem Schmerz". "Unsere Kollegin Stéphanie M. wurde in der Polizeistation von Rambouillet feige ermordet", hieß es. Auch international löste die Tat Betroffenheit aus. "Dem französischen Volk und seinen Sicherheitskräften spreche ich die volle Solidarität Europas in dieser Tragödie aus", schrieb etwa EU-Ratspräsident Charles Michel auf Twitter.

Frankreich wird seit Jahren von islamistischen Anschlägen erschüttert

Die Tat weckt in Frankreich böse Erinnerungen. Das Land wird seit Jahren von islamistischen Anschlägen erschüttert - dabei starben mehr als 250 Menschen. Im Oktober wurde ganz in der Nähe der Lehrer Samuel Paty von einem Islamisten brutal ermordet - er wurde enthauptet. Die Tat hatte international großes Entsetzen ausgelöst. Kurze Zeit später schlug ein Angreifer in einer Kirche in Nizza zu und tötete dort drei Menschen mit einem Messer. Es gibt auch immer wieder brutale Angriffe islamistischer Extremisten auf die Polizei.

Im Herbst 2019 tötete etwa ein Angestellter im Polizeihauptquartier in Paris vier seiner Kollegen mit einem Messer. Die Ermittler gehen von einem Terrorhintergrund aus. 2017 tötete ein Mann auf der Pariser Nobelstraße Champs-Élysées einen Beamten und verletzte zwei weitere. Die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) reklamierte die Tat für sich. Im Jahr 2016 wurden ein Polizist und seine Lebensgefährtin in Magnanville westlich von Paris von einem Mann erstochen worden. Der Täter hatte sich zuvor ebenfalls zum IS bekannt. Frankreichs Mitte-Regierung will mit einem neuen Sicherheitsgesetz mehr Schutz für die Ordnungskräfte im Land bieten.

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sba/news.de/dpa