18.02.2021, 11.59 Uhr

Schock-Diagnose: Ärzte entdecken nach Corona-Test Gehirntumor bei 3-Jähriger

Zunächst befürchteten die Eltern, die kleine Amelia (3) habe sich mit dem Coronavirus infiziert. Doch die wahre Diagnose ist noch viel schlimmer. Das Mädchen leidet an einem aggressiven Krebs, der sich in seinem Hirn ausbreitet.

Bei einer Dreijährigen wurde ein Gehirntumor festgestellt. Bild: AdobeStock / Siam (Symbolbild)

Befürchtet hatte Kirsty Barton schon das Schlimmste. Doch das sie mit ihren Befürchtungen noch nicht einmal die Spitze des Eisberges erreicht hatte, konnte sie kaum ahnen. Die Mutter der dreijährigen Amelia Bates dachte zunächst, ihr Kind sei am Coronavirus erkrankt, nachdem es tagelang mit schlimmen Kopfschmerzen aufgewacht war. Doch in Wahrheit kam es für das kleine Mädchen noch viel schlimmer.

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Die Mutter dachte, sie habe Corona: Ärzte entdeckten Gehirntumor bei Mädchen (3)

Wie der "Manchester Evening" berichtet, hätten die Ärzte, die sich der Kleinen angenommen hatten, nach drei Wochen einen Scan ihres Gehirns veranlasst. Die Ergebnisse stellten das Leben der kleinen Familie komplett auf den Kopf. Wie die Untersuchung ergab, wuchs in Amelias Kopf eine seltene Krebsart, die operiert und monatelang behandelt werden musste. Allerdings: Die Wirkstoffe gegen die Tumore haben Amelias Immunsystem so geschwächt, dass sie ihr Zuhause in Wythenshawe, südlich von Manchester gelegen, nicht verlassen kann. Schon eine Grippe könnte einen tödlichen Verlauf nehmen.

ATRT-Erkrankung: Aggressiver Krebs attackiert das Zentralnervensystem

Nachdem der Vater des Mädchens nach den unauffälligen Corona- und Bluttests auf einen Hirn-Scan bestanden hatte, zeigte sich das dramatische Ausmaß der Erkrankung. Amelia war von einem seltenen und aggressiven Krebs im Kindesalter befallen - ein atypischer teratoider rhabdoider Tumor (ATRT) wurde entdeckt. Der genetisch verursachte Krebs greift das Zentralnervensystem an und verursacht Symptome von morgendlichen Kopfschmerzen, Erbrechen, ungewöhnlicher Schläfrigkeit und Gleichgewichtsverlust. Leider ist die Prognose schlecht, da der Krebs so schwer zu behandeln ist. Die Zahl der Patienten, die fünf Jahre nach der Erstdiagnose noch leben, liegt bei rund 32 Prozent.

Wird die kleine Amelia überleben?

Wie die Chancen für die kleine Amelia stehen, ist noch unklar. Sie wurde nach ihrer Diagnose direkt in das Royal Manchester Children's Hospital gebracht. Dort musste sie sich einer achtstündigen Operation unterziehen, um einen großen Tumor im Gehirn zu entfernen. Aber ein kleinerer an ihrem Gehirnstamm und zwei an ihrer Wirbelsäule sind immer noch in ihrem Körper. Seit der Diagnose hatte sie fünf Chemotherapie-Sitzungen, um die Tumore zu verkleinern. Erst dann könne sie operiert werden.

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rut/fka/news.de