18.02.2021, 09.12 Uhr

Ebola-Ausbruch in Guinea: Zahl der Toten steigt! USA warnen vor "katastrophalen Folgen" 

In Westafrika kam es im Februar erneut zu Ebola-Ausbrüchen. Die Zahl der Todesfälle in Guinea ist angestiegen. Die USA warnen jetzt vor "katastrophalen" Folgen und wollen jetzt entschieden gegen die Virus-Erkrankung vorgehen.

Die Zahl der Todesfälle in Guinea steigt an. (Symbolfoto) Bild: picture alliance/dpa/ap | Jerome Delay

Während die Coronavirus-Pandemie die Welt weiter in Atem hält, weitet sich im westafrikanischen Guinea der neue Ausbruch der gefährlichen Ebola-Krankheit weiter aus. Die Zahl der Todesfälle sei beträchtlich gestiegen.

Ebola-Ausbruch in Guinea: Sechs Tote wegen Virus-Seuche

Nach offiziellen Angaben vom Mittwoch starben bisher sechs Menschen an der Krankheit. Insgesamt wurden bisher 216 Kontakte der bestätigten Fälle registriert. Betroffen ist vor allem die Stadt Nzerekore im Südosten des Landes, wo am Mittwoch ein Krisengespräch der zuständigen Behörden stattfand. Sie wollen mit den Erfahrungen des Ausbruchs von 2014 sowie der Corona-Pandemie die neue Ebola-Epidemie zügig stoppen.

Guinea hat Ebola-Epidemie ausgerufen

Nachdem mindestens drei Menschen am Sonntag starben und vier weitere mit der Krankheit infiziert wurden, sprach Guinea von einer Ebola-Epidemie. Die Nachbarländer Sierra Leone und Liberia haben ihre Bürger in höchste Alarmbereitschaft versetzt, berichtete CNBC.

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US-Regierung warnte vor Ebola-Ausbruch

Am Dienstag (16.02.2021) warnte auch die neue Regierung von US-Präsident Joe Biden vor der Viruserkrankung. Es müssten schnell Maßnahmen ergriffen werden, um "um katastrophale Folgen zu vermeiden", sagte der Pressesprecher des Weißen Hauses Jen Psaki in einer Erklärung.

USA wollen "katastrophale Folgen der Ebola-Krankheit verhindern

"Während die Welt von der anhaltenden COVID-19-Pandemie erschüttert wird, ist Ebola gleichzeitig in Zentral- und Westafrika wieder aufgetaucht. Die Welt kann es sich nicht leisten, wegzuschauen. Wir müssen alles in unserer Macht Stehende tun, um schnell, effektiv und mit angemessenen Ressourcen zu reagieren, um diese Ausbrüche zu stoppen, bevor sie zu großflächigen Epidemien werden",schrieb Psaki. 

"Seit der Ebola-Epidemie 2014 in Westafrika haben sich die Vereinigten Staaten bemüht, die Unterstützung der Gesundheitssicherheit mit Partnern durch die Global Health Security Agenda und mit starker Unterstützung des Kongresses zu erhöhen und zu priorisieren", fügte Psaki am Dienstag hinzu. "Wir können es uns nicht leisten, den Fuß vom Gas zu nehmen - selbst während wir COVID bekämpfen, müssen wir Kapazitäten und Finanzierung für Gesundheitssicherheit weltweit sicherstellen."

Ebola-Infektionen in den USA bestätigt

Seit dem neuen Ebola-Ausbruch in Westafrika hat die die US-Gesundheitsbehörde CDC 11 Ebola-Fälle in den USA bestätigt. dabei handelt es sich um medizinisches Personal, das nach Afrika reiste, um dort Erkrankte zu behandeln.

Ebola-Ausbruch im Kongo registriert

Eine Ebola-Infektion führt meist zu hohem Fieber und inneren Blutungen und endet sehr oft tödlich. Die WHO geht von einer Sterblichkeitsrate von 50 Prozent aus. Dieser Wert kann je nach Ausbruch noch einmal variieren. Beim letzten Ausbruch in Westafrika wurden zwischen 2014 und 2016 in Guinea, Liberia und Sierra Leone 28 000 Fälle und 11 310 Tote verzeichnet.

Im Osten Kongos wurde ein fast zwei Jahre dauernder Ebola-Ausbruch mit 2299 Toten im vergangenen Juni für beendet erklärt, doch Anfang Februar wurde dort ein neuer Fall registriert. Dies ist der inzwischen zwölfte Ausbruch von Ebola im Kongo.

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bos/sig/news.de/dpa

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