03.11.2020, 12.07 Uhr

Tödlicher Raser-Unfall vor Gericht: Vater (41) rast Sohn (3) tot - Urteil gefällt!

Mit unfassbaren 160 Stundenkilometern lieferte sich ein 41-Jähriger mit seinem dreijährigen Sohn an Bord ein waghalsiges Wettrennen mit einem anderen Autofahrer und verursachte einen tödlichen Unfall. Jetzt wurde der Raser verurteilt.

Ein Familienvater aus England muss 4,5 Jahre in Haft, nachdem er einen Autounfall verursachte, bei dem ein Kind starb und drei weitere Menschen schwer verletzt wurden (Symbolbild). Bild: Volker Hartmann / picture alliance / dpa

Er wollte seine PS-Power mit einem anderen Autofahrer messen und opferte dafür das Leben seines Kindes: In der englischen Grafschaft East Yorkshire verursachte ein 41 Jahre alter Mann einen schweren Unfall, bei dem sein erst drei Jahre alter Sohn tödlich verletzt wurde. Jetzt wurde dem Raser der Prozess gemacht.

Tödliches Wettrennen auf der Autobahn: Familienvater (41) rast ins Unglück

Im Juli 2018, so ist es aktuell in der britischen "Metro" basierend auf Fakten aus der Gerichtsverhandlung zu lesen, war der 41-jährige Israr Muhammed auf der englischen Autobahn M26 unterwegs. Der Fahrer hatte seine Ehefrau Safeena Ali, eine elf Jahre alte Tochter, einen achtjährigen Sohn und den kleinen Sohn Say Han Ali, erst drei Jahre alt, mit an Bord. Augenzeugen zufolge steuerte der 41-Jährige seinen 16 Jahre alten Honda Civic "wie ein Irrer" über die Überholspur - offenbar, um sich ein Wettrennen mit anderen Verkehrsteilnehmern zu liefern.

Tödlicher Unfall bei 160 km/h! Junge (3) tot, Geschwister und Mutter verletzt

Es kam, wie es kommen musste: Im Geschwindigkeitsrausch verlor der Familienvater die Kontrolle über seinen Wagen und kollidierte mit einem anderen Pkw. Bei Tempo 160 donnerte der Honda-Fahrer mit einem anderen Wagen zusammen. Die Folgen waren verheerend: Während der achtjährige Sohn von Israr Muhammed nur leichte Verletzungen davontrug, erlitt das elfjährige Mädchen Knochenbrüche im Gesicht. Die Mutter der Kinder erlitt ernsthafte Hirnverletzungen und lag nach dem Unfall monatelang im Krankenhaus. Für den dreijährigen Say Han Ali kam jede Hilfe zu spät: Das Kleinkind, das während der Autofahrt ebenso wie seine Geschwister nicht ordnungsgemäß angeschnallt war, erlitt infolge des Unfalls tödliche Kopfverletzungen und starb.

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Todes-Raser zu jahrelanger Haftstrafe verurteilt

Für seine Raser-Fahrt mit Todesfolge wurde Israr Muhammed nun der Prozess gemacht. Der 41-Jährige musste sich wie Adam Molloy (29), der ebenfalls an dem Unfall beteiligt war, vor Gericht verantworten. Während der Familienvater für sein verantwortungsloses Verhalten im Straßenverkehr mit einer Haftstrafe von 4,5 Jahren belegt wurde, muss der zweite Unfallbeteiligte für ebenso lange Zeit hinter Gittern - schuld ist eine Vorstrafe. Beiden Männern wurde zudem für jeweils sechs Jahre und drei Monate die Fahrerlaubnis entzogen.

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loc/news.de

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