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Baby-Mord in Gemünden am Main: Bei Netflix-Film gestört! Mann erstickt Baby (8 Monate) qualvoll

Ein schrecklicher Mord an einem Baby sorgt gerade für Entsetzen. Ein Mann soll den Sohn seiner Freundin erstickt haben, weil es beim Fernsehgucken bitterlich weinte. Vor dem Würzburger Landgericht kamen weitere abartige Taten ans Licht.

Ein Mann hat ein Baby erstickt, weil es ihn störte. (Symbolfoto) Bild: AdobeStock/ Szabolcs

Es klingt einfach schockierend: Dominik S. (23) muss sich derzeit wegen des qualvollen Todes eines Babys (8 Monate) vor dem Landgericht Würzburg verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 23-Jährigen Mord vor. Der Angeklagte soll seine damalige Freundin und ihren Säugling immer wieder misshandelt haben. Am 20. Dezember 2019 eskalierte die Situation wohl derart, dass der acht Monate alte Junge starb.

Baby-Mord in Gemünden am Main: Mann erstickt Baby, weil es bei einem Netflix-Film schreit

Laut einem Bericht von "Bild.de" guckte der Angeklagte mit seiner Freundin einen Film auf Netflix, als der acht Monate alte Junge anfing zu schreien. Die Staatsanwaltschaft Würzburg wirft dem Deutschen vor, den Jungen im Raum Gemünden am Main (Landkreis Main-Spessart) mit stumpfer Gewalt malträtiert und schließlich erstickt zu haben. Der mutmaßliche Täter wollte das Baby nicht töten: "Ich ging ins Kinderzimmer, um nachzusehen, warum er schreit. Sein Schnuller lag ne­ben ihm, ich habe ihm den in Mund gesteckt und ihn bis zum Hals in die Bettdecke eingepackt. Möglicherweise zu fest ...".

Dominik S. wollte Baby eine Lektion erteilen

Außerdem bestritt er, das Baby seiner Freundin tödlich misshandelt zu haben. "Ich bin vom Wesen her gar nicht in der Lage, das zu tun", sagte er zu Prozessauftakt am Mittwoch. Seine Sprachnachrichten zeichnen ein anderes Bild von ihm. Richter Claus Barthel sagte im Gerichtssaal: "Sie nen­nen das Kind 'Niggerbaby', 'Balg'. Der schreiende Luca hat Sie nicht nur genervt, sondern aggressiv gemacht. Sie haben geschrieben: 'Wenn der Kleine so schreit, dann kriegt er ein paar auf den Arsch, der muss lernen, dass er folgt.'"

Dominik S. schlug Freundin und schleuderte Baby ins Bett

Die heute 21 Jahre alte Mutter hatte ihren Sohn leblos in seinem Bett gefunden. Die Anklage geht davon aus, dass der Mann das Kind als Störfaktor empfand und aus niedrigen Beweggründen handelte. Er soll bereits in den Wochen vor der Tat gewalttätig gegenüber der Mutter und dem Baby gewesen sein.

Bei der Obduktion des Leichnams entdeckten Rechtsmediziner Hinweise auf ältere Verletzungen am Körper des Kleinen. Während der Anhörung schilderte StaatsanwaltThorsten See­bach, was Dominik S. seiner Freundin und dem Baby antat. ER soll die junge Frau gewürgt und an die Wand geboxt, das Baby in einen Karton gesteckt und im Schrank abgelegt haben. Als er den Jungen wickelte, soll den Säugling beim Wickeln mit Tüchern gefesselt und aus 30 Zentimetern ins Kinderbett geworfen haben.

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Dominik S. droht wegen Mord lebenslange Haft

Die Anklage lautet auf Körperverletzung in fünf Fällen, Misshandlung von Schutzbefohlenen und Mord. Der Verdächtige sitzt seit Dezember in Untersuchungshaft. Für den Prozess sind bisher zehn Verhandlungstermine geplant. Ein Urteil wird für den 3. Dezember er­wartet. Ihm droht eine lebenslange Haftstrafe!

Richter Claus Barthel riet Do­minik S. die Wahrheit zu sagen: "Wir wissen genau, was Sie ge­macht, gesagt, getan haben. Man braucht nicht alle Mosa­iksteine, um ein ganzes Bild zu sehen." Er fügte hinzu: "Ihnen ging der Klei­ne sonst wo vorbei. Und aus­gerechnet am 20. Dezember wollen Sie sich 'liebevoll' um Luca gekümmert haben?"

Im vergangenen Jahr kamen in Deutschland nach Angaben des Bundeskriminalamtes 32 Kinder unter sechs Jahren gewaltsam ums Leben. Mehr als 1.700 wurden nachweislich misshandelt. In vielen Fällen sind die Täter in der Familie zu finden. Meist ist Überforderung die Ursache; viele Experten halten die bekannten Fälle nur für die Spitze des Eisbergs.

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bos/bua/news.de/dpa