06.10.2020, 18.17 Uhr

Banküberfall in Berlin-Köpenick: SEK stürmt Postbank! Täter festgenommen

In Berlin-Köpenick ist ein Mann in eine Postbankfiliale gestürmt. Die Polizei hat umgehend das Einkaufszentrum geräumt. Jetzt wurde der Täter duch SEK-Beamte festgenommen. Alles zum Banküberfall, erfahren Sie hier.

In Berlin-Köpenick soll ein Mann eine Postbankfiliale überfallen haben. Bild: picture alliance/Britta Pedersen/dpa

Nach einem Banküberfall und einer Geiselnahme in Berlin-Köpenick hat eine Spezialeinheit der Polizei den mutmaßlichen Täter überwältigt. Dabei wurde nach Angaben der Polizei vom Dienstag niemand verletzt. Der Mann sei festgenommen worden, twitterte die Polizei am Dienstagnachmittag etwa drei Stunden nach dem ersten Alarm.

Täter nach Banküberfall in Berlin-Köppenick festgenommen

Das Spezialeinsatzkommando SEK habe einen "günstigen Zeitpunkt" für den Zugriff genutzt und den Mann festgenommen, sagte ein Sprecher. Schüsse seien dabei in der Postbankfiliale im Einkaufszentrum "Forum Köpenick" nach derzeitigem Stand nicht abgefeuert worden.

Die Polizei twitterte um 17.05 Uhr: "Nachdem sie längere Zeit in Kontakt mit dem Verdächtigen standen, konnten Einsatzkräfte diesen soeben festnehmen. Er hatte zwei Frauen und einen Mann in der Postbank-Filiale bedroht." Unklar war zunächst noch, ob der Mann bewaffnet war.

Der Alarm war bei der Polizei gegen 14.00 Uhr eingegangen. Der Bankräuber verschanzte sich mit drei Angestellten in der Filiale in dem großen Einkaufszentrum im Südosten Berlins. Das gesamte Zentrum wurde geräumt und die umliegenden Straßen gesperrt. Mehr als 200 Polizisten waren im Einsatz.

SEK-Einsatz nach Banküberfall in Berlin-Köpenick

Das SEK der Polizei rückte an. Die schwer bewaffneten Polizisten in Tarnanzügen postierten sich nahe der Postbankfiliale. Auch ein gepanzertes Polizeifahrzeug war im Einsatz, wie der Sprecher sagte. Nach Informationen der Zeitung "B.Z." war auch ein Hubschrauber in der Luft.

Die Polizei sprach zwischenzeitlich von einer "Bedrohungslage für 3 Angestellte im Inneren der Postbank-Filiale". Als erstes werde in solchen Fällen versucht, mit dem mutmaßlichen Täter zu sprechen, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei müsse in Erfahrung bringen, was er wolle.

Normalerweise versuchen Polizeipsychologen in solchen Lagen den oder die Täter zum Aufgeben zu überreden. Das kann sich über Stunden hinziehen. Gleichzeitig analysiert das SEK die Lage und sondiert Möglichkeiten, überraschend mit Gewalt in das Gebäude einzudringen und den Täter zu überwältigen, ohne Geiseln zu gefährden. Dabei können auch Blend- oder Tränengasgranaten, Elektroschockwaffen oder Scharfschützen eingesetzt werden, wie es bei entsprechenden Vorführungen der Polizei immer wieder zu sehen ist. Das war in diesem Fall offenbar nicht nötig.

Banküberfall in Berlin-Köpenick: War der Täter bewaffnet?

Ob er bewaffnet ist, war demnach unklar. Die Identitäten der drei Personen waren zunächst unbekannt. Die Polizei bemühe sich um Kontakt zum Täter, so die Sprecherin. Die Ermittler gingen von einem Banküberfall oder einem versuchten Banküberfall aus.

Verkehrsbeeinträchtigungen nach Postbank-Überfall

Es waren mehr als 200 Beamte im Einsatz, hieß es. Die Polizisten sperrten den Bereich um das Center im Ortsteil Köpenick ab, wie die Sprecherin sagte. Es komme zu Verkehrsbeeinträchtigungen, hieß es bei Twitter.

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bos/news.de/dpa

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