01.10.2020, 09.02 Uhr

Winter-Wetter in Deutschland: Mögliche Szenarien offenbart! Dürfen wir uns auf weiße Weihnachten freuen?

Der Herbst hat gerade erst begonnen, da werden schon Fragen nach dem Winter-Wetter laut. Gibt es in diesem Jahr weiße Weihnachten? Oder fällt Weihnachten ins Wasser? Ein Wetter-Experte klärt auf und zeigt, welche vier Szenarien möglich seien.

Das kommende Winter-Wetter für Deutschland bleibt ein Rätsel. Bild: dpa

In weniger als 90 Tagen ist Weihnachten. Winterliche Stimmung dürfte angesichts der spätsommerlichen Temperaturen dennoch nicht aufkommen. Erste Anzeichen, dass der Winter nicht mehr weit entfernt sein kann, findet man derzeit nur in unseren Supermärkten, wo bereits der erste Spekulatius die Regale füllt. Bleibt nur die Frage: Können wir unser geliebtes Winter-Gebäck auch endlich mal wieder bei winterlichem Schneegestöber genießen? Wetter-Experten wagen eine Prognose und verraten, wie die Chancen auf weiße Weihnachten im Jahr 2020 wirklich stehen.

Winter-Wetter 2020/21 in Deutschland: Meteorologen klären auf

Bislang waren die jüngsten Winter-Wetter-Vorhersagen wenig positiv. Statt Schnee soll es an Weihnachten reichlich Regen geben, so die letzten Prognosen der Meteorologen. Wetter-Profi Fabian Ruhnau, der für Kachelmannwetter tätig ist, scheint da hingegen anderer Meinung zu sein. Wie er im Gespräch mit "ruhr24.de" verrät, sei nicht nur ein einzelnes Wetter-Phänomen entscheidend für das Wetter im Winter. Zudem gibt er zu bedenken, dass das Wetter auch immer kurzfristig komplett umschlagen kann. Man könne daher aktuell noch keine genaue Wetter-Prognose für Dezember liefern, so Ruhnau.

Weiße Weihnachten 2020 in Deutschland? Das sagt der Wetter-Experte

"Glauben Sie niemals an Jahreszeitenvorhersagen – es kann niemand das Wetter für mehrere Monate voraussagen.", stellt der Wetter-Profi klar. Die Hoffnung auf weiße Weihnachten dürfte demnach noch nicht ganz erloschen sein. Gegenüber dem Onlineportal verrät er, welche Faktoren das Winter-Wetter am Ende tatsächlich beeinflussen. "Das Wetter im mitteleuropäischen Winter, ist, wie in den übrigen Jahreszeiten auch, von der Großwetterlage abhängig. Hoch- und Tiefdruckgebiete bestimmen mit ihrer Lage das Wetter", gibt Fabian Ruhnau zu bedenken.

Unter Großwetterlagen versteht man Wetterlagen über einem Großraum, die sich während eines mehrtägigen Zeitraumes nicht wesentlich verändern. So kann ein Hoch eine Schönwetterperiode auslösen oder ein Tief für Dauerregen sorgen. Dennoch kann sich das Wetter während einer Großwetterlage auch mal ändern, sagt Ruhnau.

Schnee oder Regen? Verschiedene Wetterlagen beeinflussen unser Winter-Wetter

Welche Großwetterlage das Winter-Wetter in Deutschland in diesem Jahr bestimmt, ist laut dem Wetter-Experten zum aktuellen Zeitpunkt noch völlig offen. Fabian Ruhnau hat im Gespräch mit "ruhr24.de" dennoch vier mögliche Szenarien durchgespielt – nicht alle sorgen für Schnee und weiße Weihnachten:

  • Kündigt sich beispielsweise eine West-Wetterlage an, dann stehen die Zeichen eher auf Regen statt Schnee. "Üblich ist dann ein Wechsel aus kühlen Phasen mit nasskaltem Wetter und milden Phasen mit Regen.", so der Wetter-Experte.
  • Im Fall einer Südwestlage könnte hingegen sehr milde Luft für ungewöhnlich milde Temperaturen im Winter sorgen. Fallen bei dieser Großwetterlage auch Niederschläge, dann fallen diese Ruhnau zufolge meist nur in Hochlagen in Form von Regen.
  • Die Nordlage bringt typischerweise nasskaltes Wetter mit sich. Vor allem in den Alpen, aber auch im Tiefland kann es zu Schnee und Glätte kommen. Mit einer nördlichen Strömung wird frische Polarluft, meist in mehreren Staffeln nach Mitteleuropa geführt. Nordlagen bringen daher in allen Jahreszeiten zu kalte Witterung und im Winter oft heftige Schneefälle.
  • Zu den kältesten Großwetterlagen in Mitteleuropa zählen laut Meteorologen die Ost- oder Nordostlage. Je nachdem aus welcher Richtung die Luft zu uns strömt, kann es aber möglich sein, dass sie trotzdem keinen Schnee bringt. Sobald die Luft zu kalt ist, ist sie auch zu trocken, um Schneekristalle zu bilden. Bedeutet: Es kann also auch "zu kalt" für Schnee sein.

Da müssen wir uns wohl überraschen lassen, welche der vier möglichen Wetterlagen den kommenden Winter letztlich bestimmen wird.

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sba/news.de

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