09.09.2020, 12.31 Uhr

Guiseppe Fanara: Ganz schön bissig! Mafia-Boss beißt Knast-Wärter Finger ab

"Sich im Gefängnis durchbeißen" war noch nie wörtlicher zu nehmen: Medienberichten zufolge biss der sizilianische Mafia-Boss Guiseppe Fanara einem Wärter im Knast einen Finger ab und attackierte zahlreiche weitere.

Ein Mafia-Boss hat einem Gefängnis-Wärter einen Finger abgebissen. Bild: dpa (Symbolbild)

Dass Mafiaboss Guiseppe Fanara im Gefängnis von Regina-Coeli in Rom eine besonders gute Führung als Häftling attestiert wird, dürfte nach DIESEM Zwischenfall wohl als nahezu ausgeschlossen gelten. Es klingt wie eine Szene aus einem mittelprächtigen Gangsterfilm: Einem Bericht des britischen "Daily Star" zufolge griff Fanara sechs Wärter mit einem Besenstiel an, nachdem er einem Gefängnisbeamten bei einer Routineinspektion seiner Zelle den Finger abgebissen hatte.

Bissiger Mafia-Boss: Guiseppe Fanara beißt Knast-Wärter den Finger ab

Im Vergleich zu Leichen, die mit Zementschuhen an den Füßen auf dem Grund eines Sees landen oder in einen Brückenpfeiler eingegossen werden, mag ein Fingerchen noch das kleinere Übel sein. Besonders beliebt macht man sich damit allerdings wohl auch nicht. Guiseppe Fanara, der zur berühmten Cosa-Nostra-Gruppe gehört haben soll, sitzt im Knast aktuell eine lebenslange Haftstrafe ab. Da kann man vor Frust schon einmal in die Hand beißen. Besser allerdings in die eigene.

Fanara, der aus Santa Elisabetta auf Sizilien stammt, wurde 2011 wegen fünf Morden und zwei versuchten Attentaten, die er in den späten 1990er Jahren begangen hat, festgenommen und später verurteilt. Italienische Medien schlachten den Vorfall mit der nötigen Dramatik aus und erklären, dass der Finger des betroffenen Wachmanns nicht wieder aufgetaucht sei und zogen deshalb den Rückschluss, dass Fanara ihn schlichtweg verspeist habe. Mahlzeit!

Guiseppe Fanara nach Schocker-Angriff in Hochsicherheitsgefängnis verlegt

"Ich werde euch die Kehlen durchschneiden, so als ob ihr Schweine wärt!", soll Guiseppe Fanara zudem bei seinem Angriff gerufen haben. Das Resultat: Der hochgefährlich Mafia-Mann wurde inzwischen in das Hochsicherheitsgefängnis Sassari auf Sardinien verlegt, wo er sich neuen Anklagen, darunter schwere Körperverletzung, ausgesetzt sieht.

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rut/fka/news.de

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