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Stevens-Johnson-Syndrom: Krankenschwester (22) häutet sich bei lebendigem Leib

Q'Londa Harden fühlt sich oft, "als hätte jemand meinen Körper in Brand gesteckt". Die 22-jährige Krankenschwester leidet am Stevens-Johnson-Syndrom. An ihrem Körper bilden sich Blasen, diese platzen und ihre Haut schält sich ab.

Beim Stevens-Johnson-Syndrom können Ärzte nur bedingt helfen. Bild: AdobeStock / ipopba

Was sind das für Qualen, die Q'Londa Harden aus Alaska seit ihrer Jugend ertragen muss? Wie der britische "Daily Star" berichtet, leidet die 26-Jährige am sogenannten Stevens-Johnson-Syndrom. Die äußerst seltene Krankheit bezeichnet eine immunologische Intoleranzreaktion, die zu einer Ablösung der Haut führt und insbesondere auf eine Vielzahl möglicher Medikamente, darunter zum Beispiel Sulfonamide und Allopurinol, zurückgeführt werden kann.

Q'Londa Harden leidet am Stevens-Johnson-Syndrom

Das Perfide: Die Symptome verstärken sich regelmäßig, wenn die Krankenschwester ihre Periode hat. Dann löst sich immer wieder Haut von ihrem Körper. Mit ihrer Krankheit ist Q'Londa Harden seit Jahren immer wieder zur Zielscheibe für unglaublich ekelhafte Attacken geworden. Verspottet, gehänselt und gemobbt wurde die Frau ob ihrer unerträglich Krankheit von ihren Mitmenschen. Die schmerzhaften Blasen, die sich dabei immer wieder bilden, können platzen und ihre Haut schwarz werden lassen, wenn sie sich ablöst.

Seit ihrem 16. Lebensjahr muss Q'Londa mit dem Stevens-Johnson-Syndrom leben. Seitdem hat sich die Reaktion ihres Körpers auf Schübe nur noch verschlechtert. Denn obwohl Q'Londa die Antibabypille einnimmt, um ihren Hormonspiegel zu kontrollieren, hat das sie nicht immer daran gehindert, Symptome zu entwickeln.

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Krankenschwester häutet sich bei lebendigem Leib selbst

Ein Aufflammen im Juni 2020, das durch einen starken Anstieg des Hormonspiegels während ihrer Periode verursacht wurde, ließQ'Londa ohne Haut an ihrer Vaginal- und Analregion zurück. Es war das erste Mal, dass ihre Brüste, ihr Nacken, ihre Oberschenkel und ihre Beine betroffen waren. Die junge Frau wurde vier Tage lang im Krankenhaus behandelt, wo sie Schmerzmittel, Infusionslösungen und Pflege von Krankenschwestern erhielt, die sich um ihre raue Haut kümmerten.

Es fühle sich an, "als hätte jemand meinen Körper in Brand gesteckt. Es gibt ein ständiges Gefühl des Brennens und Dehnens", zitiert der "Daily Star" Q'Londa Harden. "Meine Augen, Lippen, Ohren und Vagina schwellen an. Mein Körper wird mit Blasen bedeckt, die Blasen platzen, meine Haut schält sich ab", schildert sie ihr Martyrium eindringlich. Das Schlimmste an der Situation: "Es gibt keine Heilung und weil meine Auslöser hormoninduziert sind, kann ich nicht viel dagegen tun", resümiert Q'Londa.

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rut/sig/news.de