11.04.2020, 07.43 Uhr

Coronavirus aktuell: Virenfreie Oberflächen? Neuer Lack soll vor Covid-19 bewahren

Bis zu neun Tage können Coronaviren auf bestimmten Oberflächen überleben. Das Infektionsrisiko ist dadurch sehr hoch. Ein innovativer Lack soll Oberflächen nun virenfrei machen - und uns vor Covid-19 schützen.

Coronaviren überleben auf Oberflächen bis zu 9 Tage. Bild: AdobeStock/ usanpetkovic1

Die Angst vor dem Coronavirus greift weiter um sich. Noch immer herrscht große Unwissenheit Sars-CoV-2 betreffend. Was wir inzwischen jedoch wissen, ist, dass die Coronaviren auf unterschiedlichen Oberflächen unterschiedlich lang überleben können. Auf Papier und Pappe beispielsweise überlebt das Coronavirus ersten Studien zufolge bis zu 24 Stunden. Anders sieht dies aber bei Edelstahl- und Plastik-Oberflächen aus. Hier ist von einer Überlebensdauer von bis zu neun Tagen die Rede.

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Coronavirus-News aktuell: Covid-19-Schutz durch virenfreie Oberflächen

Die Forschergruppe um denChemiker Prof. Dr. Gregor Luthe könnte für diese Problematik nun eine Lösung gefunden haben. Wie die "Bild"-Zeitung aktuell berichtet, hat das Team einen Lack entwickelt, der Oberflächen offenbar virenfrei macht. Der transparente "Wischlack", der mit einem Tuch aufgetragen wird, als würde man die Oberfläche nur abwischen, soll dieser so einen vollkommen porendichten und leicht zu reinigendem Schutzfilm verpassen. "Die spezielle Oberflächenspannung des Lackes soll dafür sorgen, dass die hydrophilen Membranen der Virushülle nicht oder sehr schlecht an der Oberfläche anhaften können", heißt es dazu in der "Bild".

Erste Krankenhäuser mit Anti-Viren-Lack beliefert

Erste Krankenhäuser wurden laut "Bild"-Zeitung bereits mit dem Wischlack beliefert. Laut der Firma können Oberflächen wie beispielsweise Türklinken durch den Lack bis zu drei Jahren virenfrei gehalten werden. Im Kampf gegen Corona wäre dies eine wahnsinnige Hilfe, das weiß auchProf. Dr. Gregor Luthe.

"Durch den Lack sterben die Vieren innerhalb von zwei Stunden ab"

"Corona Viren halten sich auf Oberflächen bis zu 9 Tagen auf. Ein Mensch fasst sich bis zu 23 mal in der Stunde ins Gesicht und davon achtmal an Nase, Mund und Augen. Wenn wir nun die Infektionsgefahr auf 2 Stunden senken können haben wir die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung durch Türklinken, Theken um 99 % reduziert. Durch den Lack sterben die Vieren innerhalb von zwei Stunden ab", so der Chemiker im "Bild"-Interview.

Forschung begann weit vor der Coronavirus-Pandemie

Begonnen hatten die Wissenschaftler ihre Forschung bereits vor fünf Jahren, lange vor der Coronavirus-Pandemie. Hintergrund war damals die Entwicklungeines vollkommen porendichten und leicht zu reinigendem Wischlacks mit einem Wirkstoff gegen MRSA und hüllentragende Viren.

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fka/bua/news.de

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