Von news.de-Redakteurin Maria Ganzenberg - 19.11.2017, 08.00 Uhr

Henry Howard Holmes: Gekocht, verhungert, lebendig seziert! So soll Holmes 200 Menschen ermordet haben

Henry Howard Holmes nannte sein Horrorhaus selbst "The Castle". Bild: Youtube/Aufgedeckt

Viele seiner Gäste fanden einen grausamen Tod. So gab es einen Raum, der mit Metall verkleidet und nur durch eine schwere Safe-Tür zugänglich war. Diesen konnte er ähnlich wie einen Ofen aufheizen und lies seine Opfer so einen grausamen Hitzetod sterben. Wieder ein anderer Raum war nur durch eine Rutsche zugänglich. Dort verhungerten und verdursteten die Frauen elendig. Doch am schlimmsten traf es die, die Holmes direkt in seinen Folterkeller brachte. Dort hatte der gelernte Arzt mehrere Seziertische, schnallte seine Opfer fest und setzte das Skalpell an. Die anderen Gäste konnten die Schreie der Sterbenden nicht hören, da alle Räume schallisoliert waren.

Holmes verkauft Leichen an Universität von Chicago

Die Leichen entsorgte Holmes in seinem eigenen Verbrennungsofen oder in Säurebädern. Manche Körper präparierte er auch und verkaufte sie an die Universität und gab sie als Unfallopfer aus. 1894 verließ Holmes Chicago abrupt. Fragen von Angehörigen drängten die Polizei immer mehr in die Richtung des ominösen Hoteliers. Ein Jahr später fasste man ihn in Philadelphia. Von all den Morden konnte ihm keiner nachgewiesen werden. Dennoch wurde er wegen Mordversuchen in Chicago, Indianapolis und Toronto zum Tode verurteilt.

Horror-Hotel brennt unter mysteriösen Umständen ab

Ein Polizist erwarb sein Hotel käuflich und baute es in ein Museum um. Doch kurz vor Eröffnung - noch zu Lebzeiten Holmes' - brannte es aus unerklärlichen Gründen ab. Am 7. Mai 1896 morgens um etwa 10 Uhr im Philadelphia County Prison starb Holmes am Galgen. Er gilt oftmals als Amerikas erster Serienmörder. Diese Theorie ist jedoch falsch, da bereits wesentlich eher zum Beispiel Thomas Neill Cream oder die Bloody Benders in Erscheinung getreten waren.

Kurz vor seinem Tod hatte Holmes gegen ein Honorar von 7.500 Dollar ein Interview gegeben. Dort gestand er den Mord an 27 Menschen. Schätzungen gehen jedoch von bis zu 200 Todesopfern aus.

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mag/fka/news.de

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