Görlitz: 30 Jahre ViaThea : Mehr als 200 Auftritte in Görlitz geplant
Straßenparade, Kulturpicknick und ein Abstecher nach Bad Muskau: "ViaThea" feiert Jubiläum. Das Publikum darf sich auf mehr als 200 Vorstellungen und interaktive Formate freuen.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Straßen, Plätze, Parks, Höfe und Fassaden in Görlitz verwandeln sich ab Donnerstag wieder in eine Bühne. Beim 30. Internationalen Straßentheaterfestival "ViaThea" (2. bis 4. Juli 2026) treten bis zum Samstag mehr als 20 Ensembles und Einzelakteure auf, unter anderem aus Deutschland, Polen, Frankreich, Spanien, Portugal, Kanada, Neuseeland und Finnland. Nach Angaben von Projektleiterin Christiane Hoffmann sind in den drei Tagen insgesamt mehr als 200 Vorstellungen geplant, darunter auch in der polnischen Nachbarstadt Zgorzelec. An keinem der rund 20 Auftrittsorte müssen Besucher Eintritt zahlen.
Die Jubiläumsausgabe des Festivals beginnt wie in den Vorjahren mit einem Kulturpicknick im Görlitzer Stadtpark. Erstmals überhaupt beim "ViaThea" wird es eine große Straßenparade durch die Innenstadt geben. Laut Veranstalter ziehen dabei am Samstag rund 180 Teilnehmer vom Postplatz bis zum Obermarkt. Neben den internationalen Festivalkünstlern beteiligen sich daran auch Vereine, Initiativen, Unternehmen und engagierte Menschen aus der Region, um ein Zeichen für Offenheit, Kreativität und kulturelle Vielfalt zu setzen, wie es hieß. Einige Gruppen und Akteure fahren am Sonntag weiter nach Bad Muskau, um das Hermannsbad im Fürst-Pückler-Park mit Straßentheater zu beleben.
Musik, Tanz und Akrobatik
Mit Musik, Tanz, Akrobatik, Figurentheater, Clownerie, zeitgenössischem Zirkus und Performancekunst sei das diesjährige Programm wiederum "breitgefächert", kündigte Projektleiterin Hoffmann an. Manche Künstler und Ensembles gastierten inzwischen wiederholt beim "ViaThea". So sei "Grotest Maru" aus Berlin bereits zum achten Mal dabei.
Auch interaktive Formate, bei denen das Publikum direkt beteiligt wird, bereichern das Angebot. Die international renommierte Gruppe "Theater Titanick" etwa lasse in einer Inszenierung Amateure mitwirken, die sich zuvor in Workshops auf ihren Auftritt vorbereiten. Die unmittelbare Begegnung zwischen Publikum und Künstlern mache den besonderen Charakter von "ViaThea" aus, sagte Hoffmann.
1995 waren die ersten Straßentheatertage in Görlitz veranstaltet worden. Längst habe sich "ViaThea" zu einem der bekanntesten Festivals dieser Art in Deutschland entwickelt, das alljährlich Zehntausende Besucher anziehe, hieß es.
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