Bayreuth: Abgesagtes Gedenkkonzert: Blume kritisiert Festspielleitung

Kunstminister Markus Blume schaltet sich in die Debatte um ein abgesagtes Gedenkkonzert bei den Bayreuther Festspielen ein. Und hat eine klare Forderung.

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Bayerns Kunstminister Markus Blume (CSU) hat auf die Absage einer Gedenkveranstaltung bei den Bayreuther Festspielen reagiert und die Festivalleitung kritisiert. "Ich erwarte von der Festspielleitung, dass sie eine Lösung für die Veranstaltung findet und zeigt: Im Kampf gegen Antisemitismus stehen wir zusammen", sagte er nach Angaben seines Ministeriums. Der Umgang der Festspiele mit diesem Thema "war leider mehr als unglücklich in den letzten Tagen", ergänzte Blume.

Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" war am 26. Juli, einen Tag nach dem Festspielauftakt, ein Gedenkkonzert mit dem Titel "Verstummte Stimmen" in Bayreuth geplant gewesen, um an verfolgte jüdische Musiker zu erinnern. Der jüdische Publizist Michel Friedman hätte eine Rede halten sollen. Die Veranstaltung, die noch nicht offiziell bekannt war, wurde abgesagt. In Bayreuth war nun von einer Verschiebung aus Sicherheitsgründen die Rede.

Dem ZDF sagte Blume: "Mich überzeugt diese Begründung nicht völlig. Es ist wichtig, dass man kommunikativ Klarheit schafft und vor allem dieses so wichtige Signal, das von der Festspielleitung erdacht war, auch wirklich zu senden."

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