Polizei-News Traisen, 03.11.26: Brand am Rotenfels bei Traisen - Ermittlungen zur Brandursache abgeschlossen

Ein Unfall und Brand wurde aktuell von der Polizei in Traisen gemeldet. Was ist bisher bekannt?

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Die Polizei informiert über einen aktuellen Unfall (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Polizei informiert über einen aktuellen Unfall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Oliver Berg

Während der Löscharbeiten bei dem Waldbrand am Rotenfels vom 27.06.2026 kam es zu mehreren Explosionen, weshalb der Bereich nach Rücksprache mit dem Kampfmittelräumdienst in einem Radius von einem Kilometer geräumt und die Löscharbeiten vorübergehend eingestellt werden mussten. In der Folge breitete sich das Feuer weiter aus, sodass auch die Ortschaft Traisen evakuiert werden musste. Der Brand, der rund 30 Hektar Waldfläche erfasste, konnte erst am 1. Juli 2026 vollständig gelöscht werden.

Im Rahmen der anschließenden Brandursachenermittlungen durch die Kriminalinspektion Bad Kreuznach wurde der Kampfmittelräumdienst unterstützend hinzugezogen. Die Ermittlungen konzentrierten sich auf eine etwa 2.500 Quadratmeter große Fläche, die als mutmaßlicher Brandausbruchsbereich eingegrenzt werden konnte.

Das Schadensbild vor Ort war erheblich. Buschwerk war vollständig verbrannt, Bäume waren teilweise umgestürzt oder wiesen deutliche Brandzehrungen bis in mehrere Meter Höhe auf. Auch der Boden war durch das Feuer stark verbrannt und in der Folge sandig geworden. Zudem wurden mehrere Bodenvertiefungen festgestellt, die möglicherweise durch die Suche nach Glutnestern im Rahmen der Löscharbeiten oder durch Explosionen entstanden waren.

Im Zuge der Ermittlungen ergaben sich konkrete Hinweise darauf, dass im Boden befindliche Weltkriegsmunition infolge der Hitzeentwicklung während des Brandes umgesetzt haben könnte. Bereits während und nach den Löscharbeiten waren im betroffenen Gebiet Gegenstände aufgefunden worden, bei denen es sich nach Einschätzung des Kampfmittelräumdienstes um Munition sowie Munitions- und Splitterteile handelte.

Die bisherigen Ermittlungen ergaben keine konkreten Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung. Eine fahrlässige Brandverursachung, beispielsweise durch eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe, kann zwar nicht ausgeschlossen werden, wird jedoch als unwahrscheinlich eingeschätzt. Hierfür spricht insbesondere, dass sich die mutmaßliche Brandausbruchstelle abseits der vor Ort befindlichen Wege befindet.

Aufgrund der Gesamtumstände kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Brand durch im Boden befindliche Weltkriegsmunition ausgelöst wurde. Eine abschließende Feststellung der Brandursache ist anhand der vorliegenden Erkenntnisse nicht möglich.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Mainz vom 03.11.2026 gegen 13:21 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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