Polizei-News Krefeld, 19.10.26: Mord verjährt nicht - 18-Jährige überlebt Messerangriff am Niederrhein, Infos zum Fall Ewa M

Die Polizei informiert über ein aktuelles Kapitalverbrechen in Krefeld. Was ist heute passiert?

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Die Polizei informiert über ein aktuelles Kapitalverbrechen (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Polizei informiert über ein aktuelles Kapitalverbrechen (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Marcus Brandt

Nachdem Staatsanwaltschaft Krefeld und Polizei Mönchengladbach in einer Pressemitteilung am 5. Oktober 2026 über einen Cold Case aus dem Jahr 1990 berichtet haben, gibt es nun weitere Informationen zu den Ermittlungen.

Die Tat

Bei dem Fall geht es um ein versuchtes Tötungsdelikt in Vorst im Kreis Viersen, das die damals 18-jährige Ewa M. nur mit Glück überlebte. Sie war am Sonntag, 12. August 1990, in den Abendstunden auf dem Heimweg von Krefeld nach Vorst. Kurz vor dem Ortseingangsschild "Vorst" griff ein unbekannter Täter sie an. Der Mann zog sie in einen Graben, drohte, sie zu vergewaltigen. Er stach mehrfach auf sie ein, bevor er flüchtete. Etwa eine halbe Stunde nach dem Angriff entdeckte ein Fahrradfahrer Ewa M. Eine Notoperation rettete ihr das Leben.

Nähere Infos zu der Tat, dem Täter sowie zu Ewa M. finden Sie hier:https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/30127/6364596

Der Zeuge

Die Ermittlungen haben ergeben, dass Ewa M. etwa acht bis zehn Gehminuten vor dem Ortseingangsschild "Vorst" einem Mann begegnet ist. Er war zu Fuß unterwegs und kam ihr aus Richtung Vorst entgegen. Dieser Mann könnte ein wichtiger Zeuge sein, der bislang nicht ermittelt werden konnte. Ewa M. konnte den Mann so beschreiben: Er war zum Tatzeitpunkt 20 bis 25 Jahre alt, dürfte heute also Mitte Fünfzig bis Anfang Sechzig Jahre alt sein. Er soll 1,75 bis 1,85 Meter groß sein. Außerdem beschrieb Eva M. ihn als sehr schlank. Er hatte helle Haare bis zum Kinn. Die Haare fielen ihm in das Gesicht.

Der Mann trug eine hellblaue ausgewaschene Jeans, ein weißes T-Shirt mit hell-blauen breiten Querstreifen und weiße Turn- oder Halbschuhe mit dunklen Streifen an der Seite.

Nach ihren Angaben und Anweisungen wurde eine Zeichnung der Statur und der Bekleidung des Zeugen gefertigt. Alle durchgeführten Fahndungsmaßnahmen blieben erfolglos. Die Zeichnung des Zeugen kann im Download-Bereich auf folgender Internetseite angesehen werden: https://moenchengladbach.polizei.nrw/artikel/18-jaehrige-ueberlebt-messerangriff

Die Spuren

Bereits im Jahr 2001 nahmen sich die Ermittelnden gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Krefeld den Cold Case erneut vor. Durch neue kriminaltechnische Untersuchungen gelang es dem Landeskriminalamt NRW, ein DNA-Profil einer unbekannten männlichen Person zu sichern. Das DNA-Profil ließ sich bis heute keinem Mann zuordnen. Die Ermittelnden haben bekannte Kontaktpersonen des Opfers ausschließen können.

Die Belohnung

Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat und zur Ermittlung des Täters führen, wird durch die Staatsanwaltschaft Krefeld eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt. Über die Zuerkennung und Verteilung der Belohnung wird unter Ausschluss des Rechtsweges entschieden. Die Belohnung ist ausschließlich für Privatpersonen und nicht für solche Personen bestimmt, zu deren Berufspflicht die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört.

Wo gibt es weitere Informationen?

Fotos vom Tatort und des Opfers finden sich auf der Internetseite der Polizei Mönchengladbach: https://moenchengladbach.polizei.nrw/artikel/18-jaehrige-ueberlebt-messerangriff

Wer kann Hinweise geben?

  • Gibt es Menschen, die sich auch nach mehr als drei Jahrzehnten noch erinnern? Möglicherweise ist Zeugen gar nicht bewusst, dass sie Informationen haben, die zur Klärung des Falles führen können.
  • Die Polizei sucht Zeugen, die am Sonntagabend, 12. August 1990, ebenfallsauf der Landstraße L 475 unterwegs waren, sich bislang aber nicht beider Polizei gemeldet haben.
  • Haben Zeugen ihrer Aussage von damals etwas hinzuzufügen?
  • Gibt es Zeugen, denen sich der Täter im Laufe der Zeit offenbart hat, sei es auch nur mit Andeutungen?

Auch Hinweise, die zunächst unbedeutend erscheinen, können für die Ermittlungen von Bedeutung sein. Die Polizei nimmt Ihre Hinweise unter der Telefonnummer 02161-290 sowie per E-Mail an mk.vorst. Moenchengladbach@polizei.nrw.de entgegen. Im Einzelfall kann die Vertraulichkeit der Hinweise geprüft werden.

Über die Kampagne

Dieser Cold Case ist Teil der Öffentlichkeitskampagne "Mord verjährt nicht. Der Niederrhein erinnert sich." Die Polizei Mönchengladbach hat die Ermittlungen zu ungeklärten Tötungsdelikten aus den vergangenen Jahrzehnten in Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen und der zuständigen Staatsanwaltschaft Krefeld wieder aufgenommen. Unterstützt wird die Kampagne außerdem von den Polizeibehörden in Krefeld und im Kreis Viersen.

Die Ermittlungsgruppe Cold Case der Polizei Mönchengladbach sucht stetig nach neuen Chancen, um lange zurückliegende Kapitalverbrechen zu klären, Tatverdächtige zu identifizieren und den Hinterbliebenen Gewissheit zu verschaffen. Wir stellen mit dieser Kampagne ausgewählte Fälle vor. Die Internetseite zur Öffentlichkeitskampagne: https://moenchengladbach.polizei.nrw/mord-verjaehrt-nicht-der-niederrhein-erinnert-sich

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Krefeld vom 19.10.2026 gegen 10:30 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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