Polizei-News Mönchengladbach, 15.10.26: Polizei kontrolliert 100 Fahrzeuge, zahlreiche Verstöße festgestellt

Ein Verkehrsunfall wurde aktuell von der Polizei in Mönchengladbach gemeldet. Alle bekannten Details zum Fall.

Erstellt von - Uhr

Die Polizei informiert über einen aktuellen Unfall (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Polizei informiert über einen aktuellen Unfall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Daniel Vogl

Am 14. Oktober führte die Polizei erneut einen Sondereinsatz zur Bekämpfung von Verkehrsverstößen im Zusammenhang mit Elektrokleinstfahrzeugen und sogenannten Fatbikes im gesamten Stadtgebiet durch.

Der Einsatz wurde von der Direktion Verkehr geplant und geleitet. Unterstützt wurde der Verkehrsdienst durch Einsatzkräfte der Polizeiwachen Mönchengladbach und Rheydt, der Krad-Staffel sowie der Bereitschaftspolizei. Insgesamt waren 14 Mitarbeitende des Verkehrsdienstes und eine Gruppe der Bereitschaftspolizei im Einsatz.

Zwischen 14 und 22 Uhr kontrollierten die Einsatzkräfte rund 100 E-Kleinstfahrzeuge und Fatbikes. Dabei stellten sie zahlreiche Verstöße fest.

Insgesamt wurden 40 Verwarnungsgelder im Zusammenhang mit E-Kleinstfahrzeugen ausgesprochen. Hinzu kamen zwei Verwarnungsgelder wegen der Nutzung eines Mobiltelefons beim Fahrradfahren. Darüber hinaus stellten die Einsatzkräfte drei Ordnungswidrigkeiten fest, weil das Fahren mit einem E-Kleinstfahrzeug durch eine nicht geeignete Person zugelassen wurde. Betroffen waren dabei Kinder unter 14 Jahren.

Bei den Kontrollen stellten die Einsatzkräfte unter anderem zwei besonders auffällige Fälle fest:

Auf der Schlossstraße bemerkten Polizeibeamte drei Jugendliche auf E-Scootern, die in Richtung Heppendorfstraße unterwegs waren. Zwei der Fahrzeuge waren mit Versicherungskennzeichen ausgestattet. Als die Beamten die Jugendlichen zum Anhalten aufforderten, trennten sich diese und flüchteten in unterschiedliche Richtungen. Einem Fahrer folgten die Einsatzkräfte. Trotz mehrfacher Anhalteaufforderungen setzte der Jugendliche seine Fahrt fort. Dabei erreichte er eine Geschwindigkeit von etwa 50 Stundenkilometern. Auf einem Feldweg mit schwierigen Fahrbedingungen konnten die Beamten den 14-Jährigen schließlich stoppen. Die Polizei stellte den E-Scooter sicher und übergab den Jugendlichen anschließend seinen Eltern.

Bei einer weiteren Kontrolle im Nahbereich fiel ein E-Scooter-Fahrer auf, der die Volksgartenstraße in Richtung Carl-Diem-Straße mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit befuhr. Auch er versuchte, sich einer Kontrolle zu entziehen. Die Beamten konnten den 16-Jährigen schließlich durch Festhalten an seiner Jacke stoppen. Der Jugendliche gab an, das Fahrzeug technisch so verändert zu haben, dass es nun eine Geschwindigkeit von bis zu 45 Stundenkilometern erreicht. Die Polizei brachte ihn zu seinen Eltern. Gegen den Halter des Fahrzeugs wurde eine gesonderte Anzeige gefertigt.

Zwei weitere Strafanzeigen betrafen das Fahren ohne die erforderliche Fahrerlaubnis, zwei das Fahren ohne Zustimmung des Halters und zwei das Fahren ohne die vorgeschriebene Haftpflichtversicherung.

Besonders auffällig war erneut das junge Alter der Beschuldigten. Alle waren jünger als 16 Jahre alt. Deshalb führten die Einsatzkräfte zusätzlich verkehrsdidaktische Gespräche mit den Jugendlichen und teilweise auch mit ihren Eltern.

Zudem suchten die Polizeikräfte das persönliche Gespräch mit zwei Personen, die sich zuvor über die Verkehrssituation beschwert hatten. Sie wurden über die aktuelle Lage und den Bearbeitungsstand ihrer Beschwerden informiert. Die Polizei nimmt weiterhin Bürgerbeschwerden zu diesem Thema entgegen und kontrolliert bekannte Beschwerdestellen und Verkehrsbrennpunkte im Rahmen ihrer Sondereinsätze gezielt.

Bei den Kontrollen werden regelmäßig Jugendliche mit technisch veränderten E-Kleinstfahrzeugen angetroffen. Durch solche Manipulationen können die Fahrzeuge deutlich schneller fahren als gesetzlich erlaubt. Das erhöht die Gefahr schwerer Unfälle - sowohl für die Fahrerinnen und Fahrer selbst als auch für andere Verkehrsteilnehmende.

Die bisherigen Einsätze zeigen außerdem, dass Eltern häufig nichts von den Veränderungen an den Fahrzeugen ihrer Kinder wissen. Die Polizei appelliert daher auch an Erziehungsberechtigte, sich mit dem Zustand und der zulässigen Nutzung der Fahrzeuge auseinanderzusetzen und Jugendliche für die Gefahren sowie die möglichen straf- und verkehrsrechtlichen Folgen zu sensibilisieren.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Polizei Mönchengladbach vom 15.10.2026 gegen 15:32 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Aktuelles aus Mönchengladbach und Umgebung:

/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.