Polizei-News Lohfelden; Kassel; Schrecksbach, 05.10.26: Betrug durch falsche Bankmitarbeiter in Lohfelden, Kassel

Ein Unfall wurde aktuell von der Polizei in Lohfelden; Kassel; Schrecksbach gemeldet. Alle bekannten Details zum Fall.

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Die Polizei informiert über einen aktuellen Unfall (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Polizei informiert über einen aktuellen Unfall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Christian Charisius

Lohfelden (Landkreis Kassel) / Kassel / Schrecksbach (Schwalm-Eder-Kreis):

Mehrere Zehntausend Euro haben Betrüger am Freitag mit der miesen Masche der falschen Bankmitarbeiter von Senioren in Kassel, Lohfelden und Schrecksbach erbeutet. Die Täter hatten sich am Telefon als Mitarbeiter der Hausbank ausgegeben und ihre Opfer durch geschickte Gesprächsführung dazu gebracht, Überweisungen an unterschiedliche Konten freizugeben. Da die Betrüger dabei Echtzeitüberweisungen nutzten, konnte das Geld bislang in keinem der Fälle zurückgebucht werden. Die Polizei möchte vor der Betrugsmasche warnen und gibt Tipps, wie man sich vor den Betrügern am Telefon schützen kann.

Gegen 17:15 Uhr hatte das Telefon eines Rentnerpaares in Lohfelden geklingelt. Der Mann am anderen Ende der Leitung hatte sich als Sicherheitsbeauftragter der Hausbank vorgestellt und das Paar mit der Nachricht schockiert, dass die gesamten Ersparnisse von ihrem Konto ins Ausland überwiesen worden seien. Um das Geld zurückzuholen, sollten die Opfer unter Anleitung des Täters mehrere TANs durchgeben. Der vermeintliche Bankmitarbeiter wies die Angerufenen anschließend sogar noch an, während des Wochenendes nicht mehr das Online-Banking zu öffnen, da sonst das Geld nicht zurückgebucht werden könne. Nachdem die Betrüger das Telefonat beendet und die Senioren ihren Sohn angerufen hatten, kamen ihnen jedoch Zweifel und sie überprüften ihr Konto. Dabei mussten sie feststellen, dass die Täter die durchgegebenen Transaktionsnummern genutzt hatten, um das Geld der Senioren auf fremde Konten zu überweisen.

Bei einem Senior in Kassel-Wilhelmshöhe nutzten die Täter außerdem das sogenannte Telefon-Spoofing. Bei dieser Technik wird eine beliebige, scheinbar offizielle Nummer auf dem Display des Angerufenen angezeigt. So entsteht bei den Opfern der Eindruck, dass tatsächlich das entsprechende Kreditinstitut anruft. Wie auch bei dem Ehepaar in Lohfelden, wurde der Rentner mit einer frei erfundenen Geschichte massiv in Sorge um sein Geld versetzt. In dem Glauben, gemeinsam mit der Bank seine Ersparnisse zurück zu buchen, gab er schließlich am Telefon mehrere TANs durch. Erst nach Beendigung des geschickt geführten Telefonats bemerkte er, dass er Betrügern aufgesessen und ein größerer Geldbetrag von seinem Konto verschwunden war.

Anders gingen die Betrüger bei einer Dame aus Schrecksbach vor, die zuvor eine gefälschte E-Mail von ihnen erhalten hatte. Die Mail erweckte den Anschein, von ihrer Bank zu stammen und war mit einem Link zum Online-Banking-Portal versehen. Am Telefon setzten die Täter die Rentnerin dann so lange unter Druck, bis sie den Link anklickte, ihre Login-Daten eingab und es der Betrügerbande so unfreiwillig ermöglichte, Geld von ihrem Konto abzubuchen.

Um sich vor den falschen Bankmitarbeitern zu schützen, gibt die Polizei folgende Tipps:

  • Geben Sie am Telefon, per E-Mail oder SMS niemals persönliche Daten, wie Bankdaten, Zugangsdaten, Passwörter, TANs etc. preis.

  • Betrüger setzen oft auf Druck, um ihre Opfer zu verängstigen und zu überrumpeln. Bleiben Sie ruhig und lassen Sie sich nicht zu überstürzten Entscheidungen drängen.

  • Vergewissern Sie sich im Zweifel bei Ihrer Bank, ob ein Anruf tatsächlich von dort kommt. Wählen Sie bei einem Rückruf nur die Ihnen bekannte Telefonnummer der Bank oder suchen Sie diese selbst aus öffentlichen Telefonverzeichnissen heraus.

  • Beenden Sie das Telefonat, wenn Sie den leisesten Verdacht hegen, dass etwas nicht in Ordnung sein könnte und verständigen Sie unverzüglich Ihre Bank.

Wenn Sie Opfer geworden sind: Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Nordhessen vom 05.10.2026 gegen 14:15 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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