Polizei-News Hannover, 04.10.26: Kampfmittelbeseitigung in Hannover Misburg-Nord erfolgreich abgeschlossen.
Die Polizei informiert über einen aktuellen Diebstahl in Hannover. Alle bekannten Details zum Fall.
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Die im Stadtteil Misburg-Nord identifizierten Kampfmittelverdachtspunkte konnten am Sonntag erfolgreich erkundet und unschädlich gemacht werden. Rund 700 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und Kampfmittelbeseitigungsdienst waren im Einsatz, um die Maßnahme erfolgreich umzusetzen.
Im Rahmen der geplanten Quartiersentwicklung im Steinbruchsfeld war auf dem Baufeld zunächst ein Kampfmittelverdachtspunkt identifiziert worden. Um mögliche weitere Kampfmittelbelastungen frühzeitig zu erkennen und zusätzliche Evakuierungsmaßnahmen im betroffenen Bereich nach Möglichkeit zu vermeiden, wurde bewusst eine erweiterte Auswertung historischer Luftbildaufnahmen aus dem Zweiten Weltkrieg veranlasst. Dabei wurde ein weiterer Kampfmittelverdachtspunkt im Bereich der Kafkastraße festgestellt und in die geplante Maßnahme aufgenommen. Durch dieses Vorgehen konnten beide Verdachtspunkte in einer gemeinsamen Erkundungs- und Evakuierungsmaßnahme untersucht werden.
Um die weiterführende Erkundung der Verdachtspunkte sowie mögliche Kampfmittelbeseitigungsmaßnahmen durchführen zu können, wurde in Abstimmung mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen (KBD) ein Sicherheitsbereich mit einem Radius von 1.000 Metern eingerichtet.
Insgesamt wurden 528 Personen in den Betreuungsstellen versorgt. Davon suchten 394 Bürger*innen die Betreuungsstelle in der Integrierten Gesamtschule Roderbruch auf, wo sie durch die Hilfsorganisationen betreut wurden. Die übrigen Betroffenen stammten aus den zu evakuierenden Pflegeeinrichtungen und wurden für den Zeitraum der Evakuierung in speziell vorbereiteten Betreuungsstellen aufgenommen. Für 83 mobilitätseingeschränkte Personen waren Krankentransporte erforderlich, um den Sicherheitsbereich sicher verlassen zu können.
Um 14:01 Uhr meldeten die Räumkräfte Sicherheit im Evakuierungsgebiet, die rund 17.500 Betroffenen hatten den Sicherheitsbereich verlassen und die Experten des KBD konnten mit ihren Arbeiten beginnen.
Zwischenzeitlich mussten die Arbeiten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes unterbrochen werden, da sich trotz der umfangreichen Informationsmaßnahmen im Vorfeld sowie intensiver Kontroll- und Räumungsmaßnahmen noch Personen im Sicherheitsbereich aufhielten. Der Bereich wurde daraufhin erneut überprüft, bevor die Arbeiten fortgesetzt werden konnten.
Der Verdachtspunkt im Steinbruchsfeld bestätigte sich als amerikanische 250 kg Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Das Kampfmittel konnte erfolgreich entschärft werden. In der Kafkastraße ergab die Erkundung ebenfalls ein Weltkriegskampfmittel. Hier handelte es sich jedoch um eine amerikanische 500 kg Fliegerbombe, welche vor Ort entschärft werden konnte.
Im Anschluss an die Entschärfungen konnte der Sicherheitsbereich dann um 17:48 Uhr aufgehoben werden und alle von der Evakuierung betroffenen Menschen konnten wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.Feuerwehrdezernent Dr. Axel von der Ohe machte sich vor Ort ein Bild von der Lage und sagte: "Eine Kampfmittelbeseitigung betrifft immer viele Menschen und erfordert erhebliche Einschränkungen im Alltag. Umso mehr danke ich den Bürger*innen für ihre Geduld und ihre Bereitschaft, die notwendigen Maßnahmen mitzutragen. Die hohe Professionalität aller beteiligten Organisationen hat heute einmal mehr gezeigt, wie leistungsfähig der Bevölkerungsschutz in Hannover aufgestellt ist."
Der Direktor der Feuerwehr Hannover, Christoph Bahlmann, zeigte sich nach Einsatzende zufrieden mit dem Verlauf der Maßnahme:"Hinter einer erfolgreichen Kampfmittelbeseitigung steht weit mehr als die eigentliche Entschärfung. Die Räumung eines so großen Sicherheitsbereichs, die Betreuung der Betroffenen und die Kontrolle aller Gebäude sind eine enorme logistische Herausforderung. Mein Dank gilt den über 700 Einsatzkräften, von denen viele ehrenamtlich tätig sind und heute ihren freien Sonntag in den Dienst der Sicherheit der Hannoveraner*innen gestellt haben."
Eingesetzt waren insgesamt 707 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Polizei und dem Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen. Beim Bürgertelefon gingen bis 18:00 Uhr rund 400 Anrufe ein.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Feuerwehr Hannover vom 04.10.2026 gegen 18:09 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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