Polizei-News Hannover, 01.10.26: DPolG Niedersachsen - Sicherheit ist mehr als Statistik - es geht um Freiheit und Vertrauen
Ein Fall von Cyberkriminalität wurde aktuell von der Polizei in Hannover gemeldet. Alle bekannten Details zum Fall.
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Die am 28. September 2026 vorgestellte "Befragung zu Sicherheit und Kriminalität in Niedersachsen 2025" ist aus Sicht der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) Niedersachsen weit mehr als eine Ergänzung der Polizeilichen Kriminalstatistik. Sie zeigt, wie stark Unsicherheit inzwischen den Alltag von Menschen beeinflusst - und wie wichtig eine sichtbare und handlungsfähige Polizei für das Vertrauen in den Staat bleibt.
"Wir dürfen diese Ergebnisse nicht auf bloße Prozentwerte reduzieren", erklärt Patrick Seegers, Landesvorsitzender der DPolG Niedersachsen. "Wenn Menschen bestimmte Plätze meiden, nachts auf Bus und Bahn verzichten oder ihren Heimweg verändern, geht es um mehr als um ein diffuses Gefühl. Dann wird aus Unsicherheit eine Einschränkung persönlicher Freiheit. Politik muss solche Sorgen ernst nehmen und darf den Menschen nicht mit Statistiken erklären, dass ihre Wahrnehmung falsch ist."
Das Vermeidungsverhalten erreicht 2025 den höchsten Stand seit Beginn der Befragungen im Jahr 2013. 40,7 Prozent vermeiden nachts häufig oder immer öffentliche Verkehrsmittel, 35,5 Prozent bestimmte Straßen, Plätze oder Parks. Besonders deutlich sind die Auswirkungen bei Frauen: 71,3 Prozent geben an, ihren Nachhauseweg zum Schutz vor sexuellen Übergriffen und Grenzüberschreitungen entsprechend zu planen.
"Ein öffentlicher Raum, den Menschen aus Unsicherheit meiden, verliert ein Stück Freiheit", sagt der stellvertretende Landesvorsitzende Christian-Tobias Gerlach. "Für uns als DPolG folgt daraus ein klarer Auftrag: Wir brauchen Kolleginnen und Kollegen, die draußen sichtbar, ansprechbar und handlungsfähig sind. Gleichzeitig ist computerbezogene Kriminalität inzwischen die häufigste Form der berichteten Opferwerdung. Eine moderne Polizei muss deshalb beides leisten können - Präsenz im öffentlichen Raum und professionelle Ermittlungsarbeit im digitalen Raum."
Die Studie zeigt zugleich ein erhebliches Dunkelfeld: 36,3 Prozent der Befragten wurden im Jahr 2024 Opfer mindestens einer Straftat - der höchste Wert seit Beginn der Befragungen. Lediglich 22 Prozent der erlebten Straftaten wurden angezeigt. Dem steht ein weiterhin sehr hohes Vertrauen in die Polizei gegenüber.
Seegers abschließend: "Dieses Vertrauen darf die Politik nicht als Ruhekissen verstehen. Wer Sicherheit gewährleisten, persönliche Freiheit schützen und das Dunkelfeld aufhellen will, muss die Polizei dauerhaft stärken. Dazu gehören eine verlässliche Personalplanung, moderne technische Ausstattung und echte Entlastung im täglichen
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des DPolG Niedersachsen vom 01.10.2026 gegen 14:58 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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