Polizei-News Münster, 29.09.26: Ausweisbetrug im Kreis Steinfurt: Zoll entdeckt mehrere Arbeitnehmer mit falschen Papieren
Das Zollamt meldet einen aktuellen Fall in Münster von heute (Di), dem 29.09.26. Was ist zur Zeit bekannt?
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Gleich sieben Arbeitnehmer ohne Aufenthaltserlaubnis, dafür aber mit fremden Ausweisdokumenten, hat der Zoll bei einer Prüfung im Münsterland angetroffen. Gegen alle sieben wurden Strafverfahren eingeleitet, umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen schlossen sich an.
Die Prüfung fand zeitgleich in zwei Unternehmen der Logistik- sowie der Lebensmittelbranche im Kreis Steinfurt statt. Dabei versuchten sieben der dort angetroffenen Arbeitnehmer, sich gegenüber dem Zoll mit einem fremden Pass zu identifizieren.
"Die Kolleginnen und Kollegen vor Ort erkannten jedoch schnell, dass die Personen vor ihnen nicht zu den vorgelegten Dokumenten passen", schildert Verena John, Pressesprecherin beim Hauptzollamt Münster, den Fall. "Die Ausweise gehörten zu Menschen, denen sowohl der Aufenthalt als auch eine Erwerbstätigkeit in Deutschland gestattet ist. Die angetroffenen Arbeitnehmer hielten sich dagegen illegal im Land auf."
Nach Einleitung von Strafverfahren brachte der Zoll alle sieben Männer zum zuständigen Ausländeramt. Ein Mann landete direkt in Abschiebehaft, ein weiterer beantragte Asyl. Die übrigen fünf Männer müssen schnellstmöglich das Land verlassen.
Im Anschluss an die Prüfung durchsuchte der Zoll die Unterkünfte der Männer. Dabei wurden nicht nur die echten Ausweisdokumente der Arbeitnehmer, sondern auch eine größere Menge Bargeld gefunden. Das Bargeld wurde als sogenannte Sicherheitsleistung eingezogen, das bedeutet, dass es zur Zahlung einer sich aus dem Strafverfahren ergebenden Geldstrafe eingesetzt werden kann.
"Leider haben wir in den vergangenen Jahren mehrfach erlebt, dass sich Menschen Ausweisdokumente leihen, um einer Erwerbstätigkeit in Deutschland nachgehen zu können", erklärt John. "Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sollten bei der Einstellung deshalb ganz genau hinschauen und sich im Zweifel bei uns melden."
In den kommenden Wochen wird der Zoll weitere Ermittlungen durchführen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Hauptzollamt Münster vom 29.09.2026 gegen 08:44 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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roj/news.de
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