Polizei-News Kiel / Kreis Plön / Rendsburg-Eckernförde, 24.09.26: Schockanruf in Altenholz - Warnung vor falschen Beamten
Ein Verkehrsunfall wurde aktuell von der Polizei in Kiel / Kreis Plön / Rendsburg-Eckernförde gemeldet. Es wird nach Zeugen gesucht. Haben Sie etwas gesehen?
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Aktuell häufen sich im Bereich der Polizeidirektion Kiel wieder Anrufe falscher Polizeibeamter sowie sogenannte Schockanrufe. Die Polizei warnt erneut ausdrücklich vor den Begehungsweisen. Die Täter täuschen unterschiedliche Notlagen vor und geben sich als Polizeibeamte, Ärzte oder Bankmitarbeiter aus. In allen Fällen haben die Täter eine Gewinnabsicht und wollen die Angerufenen zur Zahlung von Geld oder zur Herausgabe von Wertgegenständen bewegen.Am Dienstag kam es in Altenholz zu einem solchen Schockanruf. Die 85-jährige Geschädigte übergab einem Täter Schmuck, Gold und Bargeld in mittlerer sechsstelliger Höhe. Die Polizei sucht Zeuginnen und Zeugen.
Gestern Vormittag kam es in Altenholz zu einem vollendeten Schockanruf. Eine 85-jährige Frau erhielt gegen 14 Uhr einen Anruf eines vermeintlichen Polizeibeamten, der mitteilte, dass ihre Tochter einen schweren Verkehrsunfall verursacht und jemanden lebensgefährlich verletzt habe. Die Geschädigte müsse eine Kaution zahlen, um ihre Tochter vor der Haft zu verschonen. Die Geschädigte händigte im Laufe des Nachmittags Bargeld, Schmuck und Gold in mittlerer sechsstelliger Höhe an einen Mann aus.
Die Geschädigte beschrieb den Abholer als ca. 40 Jahre alt mit schwarzem Haar. Der Mann trug eine dunkle Hose und ein Hemd. Nach der Abholung entfernte sich der Mann in unbekannte Richtung.
In den letzten Tagen gab es einige dieser Anrufe mit diesem Modus Operandi. Hier blieb es glücklicherweise bei Versuchstaten, da die Angerufenen richtig gehandelt und aufgelegt haben. Im Anschluss informierten diese die Polizei. Die Ermittlungen zu diesen Fällen sind ebenfalls angelaufen.
Nicht selten kennen die Täter persönliche Details, wie z. B. die Namen der Kinder oder weiterer Angehöriger. Die Täter handeln meist organisiert und professionell und haben im Vorwege das Umfeld der Geschädigten ausgekundschaftet.
Das Kommissariat 12 der Bezirkskriminalinspektion Kiel hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeuginnen und Zeugen.Personen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise geben können, werden gebeten sich beim Kriminaldauerdienst in Kiel unter der Rufnummer 0431-160 3333 zu melden.
Wir geben erneut Hinweise zum Umgang mit derartigen Anrufen:
Die Polizei nimmt kein Bargeld oder Wertgegenstände zur Sicherung oder Überprüfung entgegen. Wir nehmen auch kein Bargeld an, damit ein Angehöriger einer Haftstrafe entgeht.
Die Täter, die sich als Polizeibeamte am Telefon oder vor ihrer Haustür mit einem solchen Anliegen an sie wenden, gehen in der Regel hochprofessionell vor und verwickeln Sie in lange Gespräche, zum Teil mit unterschiedlichen Gesprächspartnern.
In einigen Fällen wurden die Angerufenen zur Verschwiegenheit verpflichtet und der Anrufer drohte mit strafprozessualen Maßnahmen, falls der Angerufene mit Dritten über den Vorfall sprechen würde.
Lassen Sie sich von diesen Personen nicht unter Druck setzen oder einschüchtern und nehmen Sie umgehend Kontakt zu Ihrer Polizei auf. Beenden Sie dazu eigenhändig das Gespräch und wählen selbst die 110.
Seien Sie misstrauisch, wenn vermeintliche Angehörige kurzfristig Geld für den Kauf eines Autos, eines Hauses oder Ähnlichem von ihnen benötigen und das Geld womöglich an vermeintliche Freunde ausgehändigt werden soll. Beenden Sie auch hier das Gespräch eigenhändig und rufen Ihre Angehörigen unter der Ihnen bekannten Rufnummer zurück.
Fragen Sie sich bei Gewinnversprechen, ob Sie tatsächlich an einem Preisausschreiben teilgenommen haben. Gehen Sie nicht in Vorleistung, um Gewinne zu erhalten.
Prüfen Sie, ob ein Eintrag in Telefonbüchern oder Online-Telefondatenbanken wirklich nötig ist. Kürzen Sie Ihre Vornamen mit dem Anfangsbuchstaben ab.
Weitere Präventionshinweise zu diesem und weiteren Themen finden sich auf der Internetpräsenz der Landespolizei Schleswig-Holstein: https://t1p.de/pbef
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Polizeidirektion Kiel vom 24.09.2026 gegen 10:18 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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