Polizei-News Saarbrücken, 22.09.26: Schockanrufe im Saarland, Schaden über 100.000 EUR, Polizei warnt vor Betrug

Die Polizei informiert über einen aktuellen Verkehrsunfall in Saarbrücken. Alle bekannten Details zum Fall.

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Unfall für das Presseportal Bild: Adobe Stock / bilanol

In den vergangenen Tagen verzeichnete die Landespolizeidirektion erneut zahlreiche Fälle von Schockanrufen. Neben Versuchstaten im zweistelligen Bereich kam es in vier Fällen jeweils zu einer Geldübergabe. In einem weiteren Fall konnte eine Geldübergabe im letzten Moment verhindert werden. Die Polizei warnt daher erneut vor der Betrugsmasche "Schockanrufe" und gibt Präventionshinweise.

Seit vergangenem Donnerstag (17.09.2026) stellte die Landespolizeidirektion wieder vermehrt sogenannte "Schockanrufe" fest. Hierbei geben sich Betrüger am Telefon als vermeintlich enge Verwandte (Kinder oder Enkelkinder) oder Polizeibeamte aus und täuschen eine entsprechende Notsituation wie beispielsweise einen schlimmen Verkehrsunfall mit schwer verletzten oder getöteten Personen vor. Der Unfallverursacher soll angeblich ein enger Verwandter des Angerufenen sein. Damit der Angehörige nicht sofort verhaftet wird, verlangen die Betrüger am Telefon eine Kaution, welche dann von Geldboten (meist falschen Polizeibeamten) an der Haustür oder an neutralen Orten abgeholt wird.

In den Landkreisen Saarlouis, Merzig-Wadern und St. Wendel sowie im Regionalverband Saarbrücken wurde in insgesamt vier Fällen von den Angerufenen Bargeld an einen Boten übergeben. Die Geldübergabe erfolgte in allen Fällen an der jeweiligen Haustür der Angerufenen. Die letztlich durch die Polizei verhinderte Übergabe sollte auf dem Parkplatz eines Krankenhauses stattfinden.

Die übergebenen Geldbeträge lagen hierbei im mindestens niedrigen bis mittleren fünfstelligen Bereich. Darüber hinaus wurden mehr als 20 Versuchstaten mit gleichem Modus Operandi registriert. Die Geschädigten waren in allen Fällen Damen im Alter von 61 bis 90 Jahren.

In diesem Zusammenhang warnt die Landespolizeidirektion des Saarlandes erneut vor solch betrügerischen Anrufen und bittet darum, auch Angehörige im direkten privaten Umfeld für den Phänomenbereich der Schockanrufe zu sensibilisieren.

Mit folgenden Tipps können Sie sich schützen:

  • Die Polizei nimmt weder Wertgegenstände noch Bargeld entgegen!
  • Sollten die Anrufer von Ihnen Geld, Schmuck oder Wertgegenstände verlangen, legen Sie sofort auf und heben Sie bei weiteren Anrufversuchen nicht mehr ab!
  • Legen Sie auf, wenn Sie nicht sicher sind, wer anruft und Sie sich unter Druck gesetzt fühlen! Überprüfen Sie, wenn möglich, die Informationen des Anrufers!
  • Nehmen Sie mit ihren Angehörigen oder einer Vertrauensperson Kontakt auf oder rufen Sie die Polizei unter der Ihnen bekannten Nummer oder der 110 an! Nutzen Sie nicht die Rückruffunktion!
  • Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse!
  • Übergeben oder überweisen Sie niemals Geld an unbekannte Personen oder Konten!
  • Achten Sie auf verdächtige Fahrzeuge und Personen in Ihrer Nachbarschaft und sensibilisieren Sie ihre Angehörigen und direkte Nachbarn!

Weitere Informationen zu Enkeltrick, Schockanrufen und anderen Betrugsmaschen finden Sie im Internet unter www.polizei.saarland.de.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Landespolizeidirektion Saarland vom 22.09.2026 gegen 13:03 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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