Polizei-News Lindlar, 18.09.26: 83-Jährige händigt hohe Summe an Betrüger aus
Die Polizei informiert über einen aktuellen Unfall in Lindlar. Was ist heute passiert?
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Am Donnerstag (17. September) nahm eine 83-Jährige aus Lindlar gegen 13 Uhr den Anruf einer angeblichen Ärztin des Kreiskrankenhauses Gummersbach entgegen. Diese berichtete, dass die Tochter der Rentnerin eingeliefert wurde und dass bei ihr Krebs im Endstadium diagnostiziert worden sei. Das Gespräch wurde dann von einem Betrüger übernommen, welcher sich als ein Professor Doktor des Gummersbacher Krankenhauses vorstellte. Dieser erklärte der 83-Jährigen, dass ein lebensnotwendiges Medikament aus der Schweiz beschafft werden müsse und dass für das Medikament eine sechsstellige Summe benötigt werden würde. In Sorge um ihre Tochter bot die Lindlarerin eine mittlere fünfstellige Summe an.
Um ca. 14:30 Uhr erschien dann eine vermeintliche Mitarbeiterin des Krankenhauses an der Wohnungstür der Seniorin und das Geld wurde übergeben. Die Abholerin wird als ca. 1,65 m groß, ca. 40 Jahre alt und von süd-/osteuropäischem Erscheinungsbild beschrieben. Die Unbekannte hatte dunkle Haare und einen gebräunten Teint.
Eine knappe halbe Stunde später erschien dann die Tochter der älteren Dame zu Besuch bei ihrer Mutter. Die 83-Jährige erschrak, da sie ihre Tochter im Krankenhaus vermutete. Die Seniorin berichtete ihrer Tochter, was vorgefallen war, welche dann unverzüglich die Polizei verständigte.
Der Betrug ereignete sich in der Lindlarer Ortschaft Kapellen-Süng im Bereich der Straßen "Anton-Esser-Straße/Schulweg/Mühlenweg und Am Mühlenberg". Zeugen werden gebeten, sich zu melden.
Hinweise nimmt die Kriminalpolizei in Gummersbach unter der Telefonnummer 02261 8199-0 oder der E-Mail-Adresse poststelle.oberbergischer-kreis@polizei.nrw.de entgegen.
Bei sog. Schockanrufen, handelt es sich um eine Masche, bei der Betrüger zumeist bei älteren Menschen anrufen und sich als Angehörige (meist Tochter/Sohn oder Enkel) oder bspw. als Ärzte/Ärztinnen ausgeben. Die Kriminellen täuschen stets eine Notlage vor, z. B. einen schlimmen Verkehrsunfall oder eine Erkrankung. Der Betrüger erklärt dann, dass nun Geld oder Wertsachen benötigt werden, um bspw. eine Kaution zu stellen oder um eine Krankenhausbehandlung bezahlen zu können.
Immer wieder gelingt es Telefonbetrügern, auf diese Weise Geld zu ergaunern. Die Polizei empfiehlt, immer direkt mit dem benannten Familienmitglied, am besten über die altbekannte Telefonnummer, Kontakt aufzunehmen, um die getätigten Angaben zu überprüfen. Wenn die Herausgabe von Geld oder Wertsachen gefordert wird, können Sie davon ausgehen, dass der Anrufer nichts Gutes im Schilde führt. Das einzig Richtige in so einem Fall: Hörer auflegen und die Polizei verständigen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Kreispolizeibehörde Oberbergischer vom 18.09.2026 gegen 11:05 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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