Polizeifahndung Freiburg im Breisgau, 11.09.26: Staufen, Titisee-Neustadt - Betrüger erbeuten hohe Summen nach Schockanruf
Ein Unfall wurde aktuell von der Polizei in Freiburg im Breisgau gemeldet. Es wird nach Zeugen gesucht. Haben Sie etwas gesehen?
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Zu gleich zwei vollendeten Betrugsstraftaten ist es am Donnerstag, 10.09.2026, in Staufen sowie in Titisee-Neustadt gekommen. Dabei entstanden erhebliche Vermögensschäden.
Bereits am Mittwochabend, 09.09.2026, erhielt ein 86 Jahre alter Geschädigter einen Anruf, bei dem sich Unbekannte als Polizeibeamte ausgaben und hätten vorgetäuscht, dass ein nahestehendes Familienmitglied einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht haben soll und zur Abwendung der Untersuchungshaft eine Kaution gezahlt werden müsse. Durch offenbar geschickte Gesprächsführung war es den Kriminellen gelungen, den Rentner zu einer Geldübergabe am Donnerstagvormittag zu überzeugen. Der Geschädigte hatte das Bargeld in Höhe von mehreren zehntausend Euro bei seiner Bank abgehoben und später einem Unbekannten ausgehändigt. Zu einer weiteren Geldübergabe nach Aufforderung der Täterschaft war es nicht gekommen.
Die unbekannte Person, die als Abholer gehandelt hatte, wurde wie folgt beschrieben:
- Männlich,
- etwa 30 Jahre alt,
- ca. 170 cm groß,
- besaß eine ovale Gesichtsform,
- trug eine dunkle/ schwarze Hose sowie ein ebenfalls dunkles/ schwarzes T-Shirt.
Der zweite Vorfall ereignete sich am Donnerstagmittag, 10.09.2026, in der Zeit zwischen 12:00 Uhr und 17:00 Uhr in Titisee-Neustadt. Dabei wurde eine 90-jährige Seniorin ebenfalls durch Betrüger telefonisch kontaktiert. Die Unbekannten gaben in dem Fall allerdings vor, Ärzte zu sein und forderten größere Bargeldsummen, angeblich für eine dringend gebotene medizinische Behandlung einer nahen Familienangehörigen. Die Geschädigte habe in der Folge Goldschmuck im Wert von mehreren tausend Euro an einen unbekannten Abholer übergeben.
Trotz sofort eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen konnte die Polizei keine verdächtigen Personen antreffen.
Die Kriminalpolizei Freiburg (Tel. 0761 882-2880) hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nun Zeugen, welche möglicherweise sachdienliche Hinweise zu den beschriebenen Tätern geben können.
So können Sie sich oder ihre Angehörigen schützen:
- Legen Sie sofort auf! Das ist nicht unhöflich, sondern ermöglicht Ihnen, durchzuatmen und sich neu zu sortieren.
- Kontaktieren Sie die Anruferin, den Anrufer oder eine Person Ihres Vertrauens unter einer Ihnen bekannten Telefonnummer.
- Geben Sie niemals Informationen über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse preis.
- Übergeben Sie niemals Geld bzw. Wertgegenstände an Unbekannte.
- Informieren Sie sofort die Polizei über die 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt.
- Wenden Sie sich auf jeden Fall an die Polizei, wenn Sie Opfer geworden sind.
- Bereiten Sie sich gedanklich auf solche Anrufe vor.
- Vereinbaren Sie innerhalb der Familie oder mit weiteren Angehörigen und Freunden ein Kennwort zur Identifizierung am Telefon.
- Ändern Sie Ihren Telefonbucheintrag, indem Sie Ihren Vornamen kürzen oder streichen lassen. Ggf. löschen Sie Ihren gesamten Eintrag.
- Seien Sie sparsam mit der Weitergabe Ihrer Daten.
Weitere Tipps finden Sie unter https://www.polizei-beratung.de/.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Freiburg vom 11.09.2026 gegen 15:25 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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