Polizei-News Neubrandenburg, 11.09.26: Bei Kontrolle Führerschein abgegeben - und glücklich

Ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz wurde aktuell von der Polizei in Neubrandenburg gemeldet. Was ist heute passiert?

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Unfall für das Presseportal Bild: Adobe Stock / bilanol

Auf Streife haben Polizeibeamte in der Neubrandenburger Oststadt vor einigen Tagen einen Autofahrer bemerkt, der über eine rote Ampel fuhr und das, obwohl sie nicht gerade erst auf rot gesprungen war. Sie hielten das Auto an und wollten zunächst eine "normale" Verkehrskontrolle durchführen.

Während der Kontrolle kam der Verdacht auf, dass der 78-Jährige womöglich nicht mehr vollumfänglich in der Lage ist, selbst ein Auto zu führen und angemessen im Verkehr zu reagieren.

Im Rahmen der Kontrolle wurde der Senior von einem speziell ausgebildeten Polizisten bezüglich seiner Fahrtüchtigkeit überprüft. Dieses Verfahren nennt sich standardisierter Fahrtüchtigkeitstest (SFT). Es soll unter anderem Fahrzeugführern rechtzeitig zeigen, dass eine Beeinträchtigung bei der Fahrtauglichkeit besteht, bevor womöglich ein schlimmer Unfall passiert.

Anders als bei offensichtlicheren Beeinträchtigungen der Fahrtüchtigkeit durch Alkohol oder Drogenkonsum können auch viele weitere - verstecktere - Faktoren beim Verursachen eines Unfalls oder bei mangelnder Fahrtüchtigkeit eine Rolle spielen, wie zum Beispiel Erkrankungen, die Einnahme von Medikamenten oder sonstige gesundheitliche Einschränkungen.

Bei dieser speziellen Überprüfung liegt der Fokus allerdings nicht explizit auf älteren Fahrzeugführern, denn der Test ist altersunabhängig. Es gibt nicht nur altersbedingte Ursachen, um derzeit oder gar nicht mehr fahrtüchtig zu sein, sondern auch Wechselwirkungen mit Medikamenten oder eben eine Beeinflussung der Fahrtauglichkeit durch verschiedene berauschende Substanzen.

Der kontrollierte Mann entschied sich, seinen Führerschein direkt bei der Kontrolle freiwillig abzugeben. Durch die Erklärungen und Tests der Beamten wurde ihm etwas klar, was er eigentlich schon ahnte: Er fühlt sich am Steuer nicht mehr sicher genug.

Am Ende bedankte er sich bei den Beamten für deren Einfühlungsvermögen und für die offene Kommunikation bei einem Thema, das stets für beide Seiten nie so ganz leicht ist.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Neubrandenburg vom 11.09.2026 gegen 13:17 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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