Polizei-News Landkreise Nienburg und Schaumburg, 10.09.26: Polizei warnt vor gefährlichem TikTok-Trend, Jugendlicher bewusstlos

Die Polizei informiert über ein aktuelles Gewaltdelikt in Landkreise Nienburg und Schaumburg. Alle bekannten Details zum Fall.

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Rauschgift für das Presseportal Bild: Adobe Stock / lassedesignen

KEM) In dieser Woche ist es im Landkreis Schaumburg zu einem Einsatz von Rettungsdienst und Polizei aufgrund eines lebensgefährlichen Online-Trends, dem sogenannten "Choking-Game" gekommen. Bei der Mutprobe wird durch Zudrücken des Halses die Sauerstoff-Zufuhr im Gehirn bewusst eingeschränkt, um einen Rauschzustand herbeizuführen. In sozialen Medien wird diese Handlung teilweise als Challenge oder Mutprobe dargestellt, gefilmt und verbreitet.

Ein minderjähriger Jugendlicher aus dem Landkreis Schaumburg soll in dieser Woche diese im Internet kursierende Challenge angewandt und einen ebenfalls minderjährigen Jugendlichen in einen Würgegriff genommen haben, bis dieser das Bewusstsein verlor. Alarmierte Rettungskräfte versorgten den Jugendlichen umgehend. Er wurde anschließend in die Obhut seiner Eltern übergeben.

Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei solchen Handlungen nicht um eine schadlose Mutprobe handelt, auch wenn die betroffene Person mutmaßlich in die Handlung einwilligt oder diese vorschlägt. Eine "Einwilligung" ist in derartigen Fällen aufgrund der konkreten gesundheitlichen Gefahr rechtlich nicht möglich. Das Abschnüren der Blutzufuhr oder der Atemwege führt zu einer Sauerstoffunterversorgung und kann nicht nur zu unkontrollierten Sturzverletzungen, sondern gar zu irreversiblen Hirnschäden oder zum Tod führen. Die Ermittlungsbehörden leiten in derartigen Fällen konsequent Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein.

Auch wenn es sich bislang um Einzelfälle handelt, warnt die Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg eindringlich und appelliert an alle Erziehungsberechtigten:

Sprechen Sie mit Ihren Kindern: Suchen Sie das offene Gespräch über die Gefahren von Social-Media-Trends und Online-Challenges. Machen Sie Jugendlichen klar, dass körperliche Übergriffe lebensgefährliche Konsequenzen haben können.

Wer derartige Handlungen durchführt, andere zu solchen Handlungen animiert oder entsprechende Inhalte verbreitet, riskiert strafrechtliche Konsequenzen.

Sensibilisieren Sie für Gruppenzwang: Bestärken Sie Kinder darin, NEIN zu sagen und sich mutigen Herzens abzuwenden, wenn Freunde zu gefährlichen Mutproben auffordern.

Mediennutzung im Blick behalten: Informieren Sie sich regelmäßig über aktuelle Trends auf Plattformen wie TikTok, Instagram und Co., um Risiken frühzeitig zu erkennen.

Hinweise an die Pressevertretenden: Aus Gründen des Persönlichkeits- und Jugendschutzes machen wir auch auf Nachfrage keine detaillierteren Angaben zur Wohnortgemeinde, zum Alter sowie zum Tatort.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Polizeiinspektion Nienburg vom 10.09.2026 gegen 08:52 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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