Polizei-News Aachen, 27.08.26: Aachener Zoll prüft Sicherheitsdienste, Gastronomiebetriebe auf WM, Beschäftigte mit Vorstrafen

Das Zollamt meldet einen aktuellen Fall in Aachen von heute (Do), dem 27.08.26. Alle bekannten Details zum Fall.

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Der Zoll meldet einen aktuellen Fall (Symbolbild). (Foto) Suche
Der Zoll meldet einen aktuellen Fall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Julian Stratenschulte

Beschäftigte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts Aachen prüften am 13., 21. und 23. August 2026 die Beschäftigungsverhältnisse von Sicherheitsdienstleistern und Gastronomen, die während der Reit-Weltmeisterschaft in Aachen im Einsatz waren. Ziel der Maßnahmen war es, verstärkt gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung vorzugehen.

Mit insgesamt 25 Einsatzkräften des Zolls, unterstützt durch sechs Beschäftigte des Ordnungsamtes der Stadt Aachen, wurden an drei Tagen umfangreiche Prüfungen durchgeführt. Im Fokus stand die Einhaltung des Mindestlohns nach dem Mindestlohngesetz und die Beachtung sozialversicherungsrechtlicher Pflichten sowie der unrechtmäßige Bezug von Sozialleistungen. Im Rahmen der Maßnahmen wurden insgesamt 285 Beschäftigte von 47 Unternehmen zu ihren Arbeitsverhältnissen befragt.

Eine erste Auswertung der Daten führte zu dem Verdacht, dass Arbeitgeber in 25 Fällen sozialversicherungsrechtliche Beiträge nicht oder unvollständig an die zuständigen Einzugsstellen, beispielsweise Krankenkassen, abgeführt haben. 63 Sachverhalte geben Anlass zur Annahme, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu Unrecht Sozialleistungen beziehen.

In weiteren 36 Fällen liegen diverse Verstöße vor, unter anderem im Zusammenhang mit dem Bewacher- und dem Gewerberegister.

In sechs Fällen stellten die Einsatzkräfte zudem Verstöße gegen die im Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz geregelte Mitführungs- und Vorlagepflicht von Ausweisdokumenten fest.

Im Rahmen der Prüfmaßnahmen trafen die Beamtinnen und Beamten auf den Parkplätzen des Reitsportgeländes zahlreiche Mitarbeitende von Wach- und Sicherheitsunternehmen an, die erheblich vorbestraft waren.

Bei Auswertung der durchgeführten Personenbefragungen sowie Prüfung der Geschäftsunterlagen stellte der Aachener Zoll zudem teilweise komplexe Subunternehmerstrukturen mit bis zu fünf aufeinanderfolgenden Auftragsebenen fest.

Die Ermittlungen dauern an.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Hauptzollamt Aachen vom 27.08.2026 gegen 16:08 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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