Polizei-News Kehl, 24.08.26: Schnelle Verurteilung nach Urkundenfälschung in Kehl
Die Polizei informiert über einen aktuellen Unfall in Kehl. Was ist heute passiert?
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Am 20. August kontrollierten Beamte der Bundespolizei einen türkischen Staatsangehörigen in einem grenzüberschreitenden Nahverkehrszug in Kehl. Der Mann wies sich mit einer bulgarischen Identitätskarte aus. Eine genauere Überprüfung des Dokuments ergab, dass es sich um eine Totalfälschung handelte. Bei der Durchsuchung seiner Sachen wurde zudem ein ebenfalls totalgefälschter bulgarischer Führerschein gefunden. Außerdem fanden die Beamten die türkische Identitätskarte und den türkischen Reisepass des Mannes. Dokumente, die den 40-Jährigen zur Einreise und zum Aufenthalt in Deutschland berechtigen würden, konnten nicht vorgelegt werden.
Da es sich um einen einfach gelagerten Sachverhalt handelte und der Beschuldigte nicht über einen Wohnsitz in Deutschland verfügte, stellte die Staatsanwaltschaft Offenburg einen Antrag auf Durchführung des beschleunigten Verfahrens beim Amtsgericht Offenburg.
Der Mann wurde daraufhin am 21. August im beschleunigten Verfahren vom Amtsgericht Offenburg wegen versuchter unerlaubter Einreise in Tateinheit mit Urkundenfälschung und Verschaffen von falschen amtlichen Ausweisen zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen verurteilt.
Anschließend wurde er nach Frankreich zurückgewiesen.
Informationen zum beschleunigten Verfahren:Das beschleunigte Verfahren ist in §§ 417 ff. StPO geregelt. Es ist lediglich vor der Amtsrichterin oder dem Amtsrichter und dem Schöffengericht zulässig und erfolgt auf Antrag der Staatsanwaltschaft bei einfachen Sachverhalten und einer klaren Beweislage. Vorrangig wird das Verfahren dabei gegenüber Beschuldigten angewendet, die über keinen festen Wohnsitz in Deutschland verfügen. Hier stellt das beschleunigte Verfahren eine effektive Strafverfolgung auch in Fällen sicher, in denen keine ladungsfähige Anschrift vorliegt oder Ladungen und Strafbefehle bislang aufwendig im Wege der Rechtshilfe zugestellt werden mussten.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Bundespolizeiinspektion Offenburg vom 24.08.2026 gegen 09:50 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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roj/news.de
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