Polizei-News der Bodensee, 24.07.26: Pressemitteilung der Wasserschutzpolizei und DLRG Bodensee-Konstanz zum sicheren Verhalten am Bodensee

Die Polizei informiert über einen aktuellen Unfall in der Bodensee. Alle bekannten Details zum Fall.

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Unfall für das Presseportal Bild: Adobe Stock / bilanol

Ein strahlender Sommertag am Bodensee kann täuschen. Plötzlich aufziehende Föhnlagen, gefährlicheStrömungen und der dichte Schiffsverkehr bergen erhebliche Risiken für Schwimmer und Wassersportler.Angesichts der kurz bevorstehenden Sommerferien veröffentlichen die Wasserschutzpolizei Baden-Württembergund die DLRG Bezirk-Bodensee-Konstanz gemeinsame Warnhinweise. Diese zeigen auf, wie sich Badegäste imErnstfall verhalten sollten und warum der Einstieg in den See ohne körperliche Vorbereitung lebensgefährlich seinkann.Ein sicheres Badevergnügen beginnt bereits vor dem Sprung ins Wasser. Schwimmer sollten sich niemalsüberhitzt, direkt nach intensiver Sonnenbestrahlung oder nach körperlicher Anstrengung abkühlen. Um denKreislauf zu schonen und Krämpfe oder einen Schock abzuwenden, muss sich der Körper langsam an dieWassertemperatur gewöhnen. Dafür empfiehlt es sich, Arme, Beine und Nacken vorab mit Wasser zu benetzen.Zudem sollte unmittelbar vor dem Schwimmen auf schwere Mahlzeiten und Alkohol verzichtet werden. Einausreichender Sonnenschutz sowie eine regelmäßige Flüssigkeitszufuhr beugen Kreislaufbeschwerden an heißenTagen zusätzlich vor. Sollte es im Wasser dennoch zu einem Muskelkrampf kommen, ist es wichtig, Ruhe zubewahren, sich auf den Rücken zu drehen, die betroffene Partie zu lockern und im Zweifel lautstark auf sichaufmerksam zu machen. Grundsätzlich müssen Hilferufe von Dritten immer ernst genommen werden. Hier gilt es,unverzüglich den Rettungsdienst über den Notruf 112 zu verständigen.Ruhe ist ebenso gefragt, wenn man im flachen Wasser in dichte Seegrasfelder gerät. Hektische Bewegungenkönnen zu Verwicklungen führen. Stattdessen sollte man sich besonnen aus den Pflanzen bewegen. Bei längerenSchwimmstrecken wiederum empfiehlt es sich, sich mit einer Begleitperson abzusprechen.Besondere Aufmerksamkeit gilt den schwächsten Badegästen. Nichtschwimmer und schwache Schwimmer solltensich ausschließlich in ausgewiesenen, überschaubaren Flachwasserbereichen aufhalten. Kinder müssen im und amWasser unter ständiger, aktiver Aufsicht von Erwachsenen stehen. Aufblasbare Schwimmtiere oder Luftmatratzenbieten keinerlei Schutz vor dem Ertrinken. Sie sind kein Ersatz für Schwimmkenntnisse und treiben bei Wind undStrömung gefährlich schnell ab. Auch zertifizierte Schwimmhilfen wie Schwimmflügel oder Schwimmwestenschenken lediglich zusätzliche Sicherheit, ersetzen jedoch niemals die elterliche Aufsichtspflicht. Der Seegrundfällt darüber hinaus an vielen Abschnitten schon wenige Meter vom Ufer entfernt steil ab, was ungeübteSchwimmer und Kinder schnell in Gefahr bringen kann.Die DLRG weist zudem darauf hin, dass sie an ausgewählten Abschnitten des Bodensees mit Wachstationenpräsent ist und rät dringend dazu, nach Möglichkeit diese bewachten Badestellen zu nutzen. WeitereInformationen zu den genauen Wachzeiten, sicheren Badestellen und Sicherheitskursen sind direkt über die DLRGOrtsgruppen erhältlich.Aufgrund der besonderen geografischen Lage können Gewitter und starke Fallwinde, insbesondere bei Föhnlagen,überraschend schnell entstehen. Innerhalb weniger Minuten drohen dann hohe Wellen, Sturm und eine starkeingeschränkte Sicht. Bei aufziehendem Unwetter oder einer offiziellen Sturm- und Starkwindwarnung müssenBadende, ebenso wie Kanufahrer, Stand Up-Paddler und andere Wassersportler, das Wasser unverzüglichverlassen.Zusätzliche Risiken birgt der Schiffsverkehr. Außerhalb ausgewiesener Badebereiche werden Schwimmer wegenWellenbildung oder Sonnenreflexionen von Fahrgastschiffen, Segel- und Motorbooten leicht übersehen. DasSchwimmen in Schifffahrtslinien und Hafeneinfahrten ist lebensgefährlich und strikt zu vermeiden. Zudem gilt einBadeverbot im Umkreis von 100 Metern rund um Schiffsanleger von Fahrgastschiffen. Wer die schützende 300-Meter-Uferzone verlässt, ist gesetzlich verpflichtet, eine Schwimmboje zur besseren Sichtbarkeit mitzuführen.Schwimmer können solche Auftriebshilfen wie Schwimmbojen auch nutzen, um jederzeit eine kurze Pauseeinzulegen.Große Vorsicht ist auch an Land und beim Einstieg geboten. Generell gilt, dass man niemals kopfüber inunbekannte oder trübe Gewässer springen sollte, da die Wassertiefe von außen unberechenbar ist. Das Springenvon Brücken in die Fahrrinne bei herannahenden Schiffen ist strikt verboten. Ebenso das Befestigen von Seilen anBrückenkonstruktionen, da diese eine Gefahr für die Schifffahrt darstellen. Vom Springen von Ufermauern, etwaim Herosepark, rät die Wasserschutzpolizei ab. Aufgrund sinkender Pegelstände ist der Wasserstand derzeit flach.Auf die Wassertiefe ist deshalb zwingend zu achten. Glitschige, veralgte Steine am Ufer erhöhen außerdem dasSturzrisiko.Auf dem Bodensee gelten strikte Vorschriften. Jedes motorisierte Fahrzeug, so klein es auch ist, benötigt immereine Zulassung des Schifffahrtsamtes. Unmotorisierte Sportgeräte wie SUPs, Paddelboote, Segelsurfbretter sowieDrachensegelbretter müssen zwingend mit Namen und Anschrift des Eigentümers gekennzeichnet sein, umFehlalarme bei der Suche zu vermeiden. Auf Kanus, Kayaks, Jollen, SUPs und ähnlichen Geräten ist außerhalb der300-Meter-Uferzone eine Schwimmhilfe mitzuführen.Besondere Aufmerksamkeit erfordern Fließgewässer und die Tierwelt. Im Seerhein sowie im Hochrhein dürfen diestarken Strömungen keinesfalls unterschätzt werden. Weiterführende Sicherheitsinformationen speziell zumHochrhein sind auf der Webseite www.ufmrhy.ch abrufbar. Darüber hinaus breitet sich im flachen Wasserzunehmend die invasive Quagga-Muschel aus. Ihre scharfkantigen Schalen bergen ein hohes Risiko fürschmerzhafte Schnittverletzungen, weshalb das Tragen von Badeschuhen empfohlen wird.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Ravensburg vom 24.07.2026 gegen 13:21 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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