Polizei-News Karlsruhe, 01.07.26: Festnahme wegen mutmaßlichen Völkermordes und 25-fachen Mordes in Ruanda im Jahr

Die Polizei informiert über ein aktuelles Kapitalverbrechen in Karlsruhe. Was ist heute passiert?

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Die Polizei informiert über ein aktuelles Kapitalverbrechen (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Polizei informiert über ein aktuelles Kapitalverbrechen (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / WTVnews / Michael Weber

Die Bundesanwaltschaft hat heute (1. Juli 2026) aufgrund eines Haftbefehls des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs vom 17. Juni 2026 in Hessen (Main-Kinzig-Kreis) den deutschen und ruandischen Staatsangehörigen

Innocent S.

durch Beamte des Bundeskriminalamts festnehmen lassen.

Der Beschuldigte ist als Mittäter des Verbrechens des Völkermordes und Mordes in fünfundzwanzig Fällen dringend verdächtig (§ 220a Abs. 1 Nr. 1 StGB a. F., § 211 Abs. 2, § 25 Abs. 2 StGB).

Im Haftbefehl wird ihm im Wesentlichen folgender Sachverhalt zur Last gelegt:Von Anfang April bis Anfang Juli1994 kam es in Ruanda zu flächendeckenden Tötungen von Angehörigen der Bevölkerungsminderheit der Tutsi durch die Bevölkerungsmehrheit der Hutu. Dabei starben schätzungsweise zwischen 500.000 und 1.000.000 Menschen. Orchestriert wurde der Völkermord von Personen, die unter anderem dem damaligen Regierungsapparat, der Armee, der Nationalpolizei und der Verwaltung in Ruanda angehörten.Innocent S. war zu jener Zeit Assistent des Bürgermeisters von Kayove, einer Kommune im Nordwesten Ruandas in der Präfektur Gisenyi. In dieser Funktion ordnete er zu fünf verschiedenen Gelegenheiten die Ermordung von insgesamt 25 Tutsi an. Bereits im Vorfeld hatte er seine Autorität genutzt, um zur Vernichtung von Tutsi in seiner Gemeinde anzustacheln, und entsprechende Todeslisten anlegen lassen. In einem Fall beteiligte sich der Beschuldigte eigenhändig an der Ermordung eines Mannes, dem er mit einem Messer in die Brust schnitt.

Der Beschuldigte wird heute dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt, der ihm den Haftbefehl eröffnen und über den Vollzug von Untersuchungshaft entscheiden wird.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Der Generalbundesanwalt vom 01.07.2026 gegen 11:20 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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