Polizei-News Heinsberg, 12.06.26: Trickbetrug auf dem Marktplatz / Zeugen gesucht

Ein Unfall wurde aktuell von der Polizei in Heinsberg gemeldet. Es wird nach Zeugen gesucht. Haben Sie etwas gesehen?

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Die Polizei informiert über einen aktuellen Unfall (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Polizei informiert über einen aktuellen Unfall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Daniel Vogl

Am Donnerstag, 11. Juni, zwischen 12.30 und 14.30 Uhr, wurde eine 90-jährige Frau aus Heinsberg Opfer eines Trickbetruges. Gegen 12.30 Uhr erhielt sie den Anruf einer weiblichen Person, die ihr mitteilte, dass ihr Sohn einen Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem eine junge Mutter getötet wurde. Da die Personalien ihres Sohnes vollständig genannt wurden, ging die Heinsbergerin davon aus, dass es den Unfall tatsächlich gab. Die Anruferin sagte, dass der Sohn der Frau wegen des Geschehens festgenommen worden wäre und gegen die Zahlung einer Kaution wieder frei gelassen werden würde.Aufgrund der Gesamtsituation und des Drucks, der durch den Anruf erzeugt wurde, begab sich die Seniorin daraufhin zu ihrer Bank an der Hochstraße und holte Gold im Wert der geforderten Summe aus ihrem Schließfach.Anschließend wurde sie durch die Anruferin zum Markplatz beordert, wo sie einen ihr unbekannten Mann traf, dem sie die Münzen übergab. Dieser sagte ihr zu, man würde sich bei ihr melden, um das weitere Vorgehen zu besprechen, damit der Sohn aus der Haft entlassen werden könne.Der Unbekannte war etwa 25 bis 35 Jahre alt, hatte kurze, schwarze Haare und war mit einer dunklen Jacke sowie einer dunklen Jeans bekleidet. Er sprach leise und aktzentfrei Deutsch.Wer hat am Donnerstag, 11. Juni, zwischen 14 Uhr und 14.30 Uhr, am Markt in Heinsberg eine Person beobachtet, auf die diese Beschreibung zutrifft oder die Übergabe gesehen? Diese Zeugen wer-den gebeten, sich beim Kriminalkommissariat 4 der Polizei in Heinsberg zu melden. Zudem haben Sie die Möglichkeit, Hinweise über die Internetseite der Polizei Heinsberg zu geben oder über den direkten Link: https://polizei.nrw/artikel/anzeige-hinweis.

Tipps der Polizei, um nicht Opfer eines solchen sogenannten "Schockanrufs" zu werden:

  • Legen Sie sofort auf! Das ist nicht unhöflich, sondern ermöglicht Ihnen, durchzuatmen und sich neu zu sortieren.
  • Kontaktieren Sie die Anruferin, den Anrufer oder eine Person Ihres Vertrauens unter einer Ihnen bekannten Telefonnummer.
  • Geben Sie niemals Informationen über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse preis.
  • Übergeben Sie niemals Geld bzw. Wertgegenstände an Unbekannte.
  • Informieren Sie sofort die Polizei über die 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt.
  • Wenden Sie sich auf jeden Fall an die Polizei, wenn Sie Opfer geworden sind und erstatten Sie Anzeige.
  • Vereinbaren Sie innerhalb der Familie oder mit weiteren Angehörigen und Freunden ein Kennwort zur Identifizierung am Telefon und sprechen Sie mit älteren Verwandten über diese Betrugsmasche. Bereiten Sie sich mit ihnen gemeinsam gedanklich auf solche Anrufe und die richtige Reaktion darauf vor.
  • Ändern Sie Ihren Telefonbucheintrag, indem Sie Ihren Vornamen kürzen oder streichen las-sen. Ggf. löschen Sie Ihren gesamten Eintrag. Seien Sie sparsam mit der Weitergabe Ihrer Daten. Zum Ändern eines Telefonbucheintrags können Sie folgendes Formular

herunterladen und sich damit an Ihren Telefonanbieter wenden.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Kreispolizeibehörde Heinsberg vom 12.06.2026 gegen 13:00 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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